The Lions: This Generation (Review)

Kategorien Gute Musik, Videos
The Lions / This Generation (Stone Throw Records, 2013)


The Lions aus L.A. haben vielleicht das beste Reggae Album des Jahres gemacht.

2013 ist schon jetzt ein unfassbares Jahr, aus musikalischer Sicht. Micah Shemaiah kam bereits mit „Dread At The Control“. Profi-I trommelte eine komplette Nyabinghi-Platte zusammen. Vor wenigen Tagen haben The Lions ihr zweites Album „This Generation“ veröffentlicht. Alle Zeichen stehen auf zurück in die Vergangenheit.

The Lions kommen aus Los Angeles und sind, so habe ich häufiger gelesen, eine „Supergroup“. Die zwölf Mitglieder gehören wohl zur Reggae und Soul Elite der Stadt. Unter anderem ist Black Shakespeare mit dabei, Cousin von Robbie Shakespeare (Sly & Robbie) und einer der Betreiber des I&I Sound System. Vielleicht habt ihr den Eiswagen schon mal auf YouTube gesehen.

You Can’t Roll A Spliff On No MP3

Seit 2006 machen sie zusammen Musik. Ihr erstes Album „Jungle Struttin“ war rein instrumental, weil der Band die Sänger fehlten. Inzwischen haben The Lions vier davon. Vor einem Jahr nahm sie das HipHop Label Stone Throw unter Vertrag und veröffentlichte im November das obige Video. „This Generation“ ist ein unfassbar gutes Stück Musik – und „You Can’t Roll A Spliff On No MP3“ die Zeile des Jahres. Das schreibe ich, obwohl ich Gras nicht promote.

Von Gesang bis Deejay Styles

Die Band begeistert mich ebenso wie im vergangenen Jahr Zvuloon Dub System aus Israel. Ich liebe diesen erdigen, handgemachten Klang. Und welche Band hat bitte vier Sänger? Von Gesang bis Deejay Styles haben The Lions alles in der Plattenkiste. „This Generation“ ist übrigens kein Ausnahmelied. Die restlichen elf Lieder des Albums sind auf gleichem Niveau. Produzent und Gitarrist Dan Ubick meint dazu:

„All the guys in The Lions grew up on classic Jamaican records so since we began we have wanted to give our records that same edge and roughness that we grew up hearing on LPs by The Upsetters, Soul Syndicate, The Rockers Band and Roots Radics. The rhythm section was all recorded to tape, the Hammond buzzed a little, fuses blew and good mistakes were left in. We basically made the dusty reggae soul LP WE have been wanting to hear for years.“

Das unterschreibe ich. The Lions haben mit „This Generation“ ein Album gemacht, das ich schon lange hören wollte. Lawless Street prognostiziert: The Best Reggae Album of 2013. So weit würde ich mich noch nicht aus dem Fenster lehnen, aber die Jungs spielen definitiv im Sturm.

The Lions in Dub

Trackliste

  1. Bird On A Wire
  2. This Generation
  3. Picture On The Wall
  4. Revelations
  5. New Girl
  6. Pieces Of A Man
  7. More / Higher Ways
  8. Jamie’s Cryin‘
  9. Be Easy
  10. Padre Ichiro
  11. Roll It ‚Round
  12. Let’s Go Out Tonight

Das Album „This Generation“ gibt es sogar auf Vinyl. Aber nicht einfach LP, sondern als „This Generation 45s (Box Set)“. Acht 7inch Singles mit den Albumliedern und Dub Versionen. Wie großartig ist das bitte!? Weiterführend empfehle ich noch das Interview bei Reggae Steady Ska.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

4 Gedanken zu „The Lions: This Generation (Review)

  1. you can’t feel irie on no facebook page. -> ;)

    klingt äußerst vielversprechend. ich hoffe mal der tourkalender wird für 2013 noch aufgefüllt…

    1. @thomas Danke für den Link, der aber letztendlich immer wieder zu Facebook führt ;) Ich fänds auch schön, wenn The Lions über den großen Teich kommen würden, nehme aber an, dass sie es aus den USA nicht rausschaffen werden.

  2. DAS IST EIN FAKE !!!!!

    Die Reggae Band THE LIONS besteht seit 1990 und hat 3 Alben veröffentlicht, „Creation“ (Fünfundvierzig/Indigo), „Jah Jah Works“ (Fünfundvierzig/Indigo) und „World Pirate“ (EURAF/Indigo)

    Dies hier hat NICHTS mit THE LIONS zu tun!

    1. @Bogie Wie bereits auf Facebook geschrieben: Vermutlich gibt es einfach zwei Bands mit gleichem Namen. Die Jungs oben sind garantiert kein Fake, die sind bombastisch.

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