Solo Banton: Higher Levels (Album Review)

Kategorien Gute Musik
Solo Banton / Higher Levels (Reality Shock Records, 2012)
Solo Banton / Higher Levels (Reality Shock Records, 2012)

Solo Banton, einer der besten europäischen Reggae Artists, hat sein zweites Album „Higher Levels“ (Reality Shock Records) veröffentlicht. Heftige Scheibe, noch besser als sein Debüt „Walk Like Rasta“ von 2009.

Lockerer, melodiöser, internationaler. So würde ich Solo Bantons zweites Album „Higher Levels“ zusammenfassen. Der schwere UK Einfluss ist deutlich zurückgegangen. Wobei es Reality Shock-Chef Kris Kemist immer mehr mit der Melodie als dem Stahlwerk hatte.

Solo Banton steigt mit „Me No Know“ ein, einem Ritt auf dem „Ba Ba Boom Riddim 2012“. Vor mehr als 40 Jahren landeten The Jamaicans mit „Ba Ba Boom“ einen Rocksteady-Hit. Random Productions aus Rom hat das Instrumental neu aufgelegt. Die Selection solltet ihr euch unbedingt anhören. Mr Willimaz und General Levy reiten mit.

Weiter geht es mit „Reggae Recipe“. Deejay Style, wie ich ihn lieb habe. Sehr tanzbar mit einer Prise Dub. Eine Ode an die gute Music. Der Tune wird demnächst als 12inch bei Reality Shock Records veröffentlicht, gemeinsam mit Beiträgen von Tippa Irie und Errol Bellot.

Solo Banton trifft YT und Michael Prophet

Mein erster Höhepunkt des Albums ist „Politician Knockout“. Solo Banton kombiniert mit YT – da brennt der Buckingham Palace. Ein großartiges Instrumental mit eingängigen Bläsern. Ein Latsch UP! an den Produzenten Donstumental. Das Ding habe ich inzwischen geschätzt 100 mal gehört.

Es folgen weitere großartige Tunes, unter anderem das bereits bei Dubkasm / Suffarahs Choice erschienene „Are You Ready“. Und dann, dann kommt Michael Prophet in einer gewaltigen Kombination namens „Open Your Eyes“. Sowohl Gesang als auch Instrumental sind die perfekte Mischung aus Jamaika und UK.

Bounce Back

Mein zweiter Hörhöhepunkt ist „Bounce Back“. Der Tune hat mich sofort gefangen und lief inzwischen mindestens so oft wie „Politician Knockout“. Einfach faszinierend, wie Solo Banton mit den Wortketten rasselt. Der Riddim ist nicht das kreativste, aber sehr eingängig. Und wie Solo bei 0:14 reinkommt – ich muss wieder zurückspulen.

„Higher Levels“ endet mit dem sphärischen „Rejoice“ auf dem „Ancient Time Riddim“. Über den hatte ich bereits ausführlicher geschrieben. Genau das richtige, um nach einer knappen Stunde Spielzeit runterzukommen.

Higher Level Mix

Trackliste: Solo Banton / Higher Level

  1. Me No Know
  2. Reggae Recipe
  3. Make You Groove
  4. Politician Knockout (feat. YT)
  5. Wicked Man
  6. Are You Ready
  7. Deya Now
  8. I Could Never
  9. Open Your Eyes (feat. Michael Prophet)
  10. I Cant Believe
  11. Never Hear
  12. Bounce Back
  13. Brighter Side
  14. Rising Sun
  15. Rejoice (feat. Deadly Hunta)

Higher Levels ist bereits bei Reality Shock Records erschienen.

Ich bin sehr dafür, dass das Solo Banton Album auch auf Vinyl veröffentlicht werden sollte. Allerdings muss ich mich dann vermutlich damit abfinden, dass wie auf
YT’s „Revolution Time“ einige gute Tunes fehlen werden.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

2 Gedanken zu „Solo Banton: Higher Levels (Album Review)

  1. Find ich schön, dass du das reviewt hast. Mir gefielen auch die Collaborations mit Jahtari sehr gut, ich höre mich grad noch rein. Ich finde der Junge hat einfach flow, auch wenn mir die riddims nicht immer gefallen.

    1. @s0ja Der Flow ist auf jeden Fall gewaltig. Was Solo Banton da bei „Bounce Back“ runterbrennt – unglaublich!

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