Rebel Music Festival 2012

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Rebel Music Festival 2012

„Good Music, Good Food, Good Vibes.“ Das Motto des Rebel Music Festivals hätte anders nicht lauten dürfen. Großartig war’s.

Ich bin frisch zurück von der zweiten, vermutlich auch letzten Auflage des Rebel Music Festivals in Enköping, Schweden. Leider entsprach die Besucherquantität nicht der hohen musikalischen Qualität des kleinen Reggae Festivals. Heißt: Es kamen einfach zu wenig Menschen in den Stadtpark, um Million Stylez, Dennis Bovell, Uwe Banton, Half Pint und weitere großartige Künstler zu sehen.

Für mich war das sehr gut. Wenig Leute bedeutet familiäre Atmosphäre. Und wenn ich dann noch einen All Area Access Pass in der Tasche habe, kann das nur großartig sein. Gespräche mit Artists und Sound System Jungs, gutes Essen, sehr nette Menschen – und Musik.

Rebel Music Festival, Bühne
Rebel Music Festival Bühne
Rebel Music Festival Küche
Die beste Küche der Welt

Bis auf die schwedische Pop-Sängerin Veronica Maggio waren alle top. Der Ansager Eye N’I gab sich alle Mühe, die gefühlt 100 Menschen im Amphitheater des Enköpinger Stadtparks zu begeistern. Es hätten gern 1.000 und mehr sein können.

Ich will mich jetzt nicht durch den Spielplan schreiben. Am meisten habe ich mich auf die heimische First Light Band gefreut. Die faszinierte mich schon beim Rebel Music Festival 2011. Dieses Jahr war es nicht anders. Sänger Michél Léon liegt stimmlich nasal zwischen Eek-A-Mouse und King General. Die Bläser sind Killer, die restlichen Jungs ganz weit vorn. Ihr Debüt Album „Judgement Time“ wartet noch auf das Licht der Plattenläden. Ich habe dank guter Kontakte eine Kopie bekommen.

First Light Band / Michél León (Lead Vocal)
First Light Band / Michél León (Lead Vocal)
First Light Band / Horns (Andreas, Adam, Daniel)
First Light Band / Horns (Andreas, Adam, Daniel)

Weiterhin empfehle ich euch, unbedingt die Nazarenes anzuhören. Die Brüder haben gerade ihr viertes Album „Meditation“ veröffentlicht. Sehr sympathische Jungs. Einer von ihnen lebte sogar mal in Stuttgart und präsentiert mir sein Deutsch.

Nazarenes
Nazarenes

Ein weiterer Tipp ist der Dub Poet Everton Sylvester. Wenn ihr LKJ mögt, solltet ihr euch den New Yorker reinziehen. Was musste ich über den Tune „Prince Albert“ lachen. Wer sich mit Piercings auskennt, weiß worum es geht.

Dub Poet Everton Sylvester
Dub Poet Everton Sylvester

An den zwei Festivaltagen habe ich noch mehr Respekt vor den Künstlern bekommen, also ich schon hatte. Beeindruckend, wie zum Beispiel Million Stylez und Half Pint professionell ihr Programm durchgezogen haben. Vermutlich spielen sie sonst vor 100fach größerem Publikum. Davor ziehe ich meinen Hut und gebe ein Latsch UP!

Million Stylez
Million Stylez
Jamaican legened Half Pint
Half Pint (backed by First Light Band)
Desmond Foster & Leafnuts
Desmond Foster und Leafnuts
Dennis Bovell & Dennis Bovell Dub Band
Dennis Bovell und die Dennis Bovell Dub Band
Uwe Banton
Uwe Banton (backed by Sharp Axe Band)
Uwe Banton & Bongo Asher
Uwe Banton und Bongo Asher
Papa Dee & Desmond Foster / backed by First Light Band
Papa Dee und Desmond Foster (backed by First Light Band)

Mein besondere Dank geht an Tom alias Internal Dread. Vielen Dank für das Rebel Music Festival. Vielen Dank, dass du dich so gut um mich gekümmert hast. Und vielen Dank, dass ich wegen dir den legendären Dennis Bovell in Unterhose sehen durfte. Eine Lebenserinnerung.
Internal Dread at the Control
Internal Dread at the Control

In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Videos posten. Außerdem könnt ihr euch auf Instagram (@houseofreggae) und auf meiner House of Reggae Fanseite Fotos anschauen. Eine Sound System Geschichte mit Massive Vibes wird auch noch kommen.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

2 Gedanken zu „Rebel Music Festival 2012

  1. Anhand Dainer Bildagrams habe ich zuerst gedacht, dass wäre so ein Megaevent bei irgendjemand unterm Dach. Jetzt sieht man, dass es auch ‚was vor dea Bühne gab.

    1. Nein, nein, das war so eine Gemeindehausbühne, wie man sie aus … sagen wir mal … ostseenahen Kurorten kennt ;)

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