Ich habe „The First Rasta“ gesehen

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The First Rasta / Lichtblick Kino

Am Samstag habe ich mir „The First Rasta“ im Kino angeschaut. Knapp eineinhalb Stunden dauert der Dokumentarfilm über Leonard Percival Howell, den Gründer der Rastafari Bewegung.

The First Rasta“ ist vor allem eine Kollage von Zeitdokumenten und Zeitzeugen. Am meisten hat mich beeindruckt, dass Leonard Howell um die halbe Welt reiste. Von Jamaika nach Panama nach New York nach Russland und wieder zurück. Diese Zeit wird in alten, schwarzweißen Aufnahmen dokumentiert. Howell selbst sieht man nur kurz am Anfang, in rarem Material seiner Beerdigung.

Zwischendurch erzählen Zeitzeugen, wie sie Howell und das Leben in der ersten Rastafari Kommune Pinnacle erlebt haben. Das sind beeindruckende Persönlichkeiten mit milchigen Augen und zahnlosen Mündern. Nebenbei kommen diverse Professoren zu Wort und William Howell, Sohn des ersten Rasta. Er besucht die Ruinen von Pinnacle. Zum Glück gibt es deutsche Untertitel, sonst hätte ich vieles nicht verstanden.

The First Rasta Infoflyer
First Rasta Flyer

Besonders ans Herz ging mir eine ältere Frau, die häufiger im Film vorkommt. Sie war eine der ersten in Pinnacle und vertritt ziemlich klare Ansichten bezüglich der Stellung von Schwarzen und Weißen in dieser Welt. Und sie singt mit so viel Kraft, dass ich im Kino fast weinen musste. Außerdem haben mich Bongo Herman und seine Trommler sehr bewegt. Ich brauche die unbedingt auf Platte. Könnt ihr eine empfehlen?

Aber wer ist nun dieser Leonard Percivall Howell? Ein Mann, der wie ein Schwamm viele Ideen aufsaugte und in eine Welt zurückkam, die nicht dafür bereit war. Mehr verrate ich nicht, denn ihr solltet euch diesen lohnenswerten Film unbedingt anschauen, zum Beispiel im Lichtblick Kino in Berlin.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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