5 Social Media Tipps für Reggae Artists & Labels

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Social Media

Social Media beschäftigt mich privat und beruflich. Ich bilde mir ein, über etwas Erfahrung zu verfügen. Nein, ich bin kein enttäuschter Reggae Blogger. Ich möchte der Szene auf die Sprünge helfen.

Tipp 1: Verlinkt Reviews & Artikel

Ich freue mich über fast jede CD und fast jeden Download-Link. Diese sehe ich aber nicht als Bezahlungen für die Zeit und Kreativität, die ich in einen Beitrag stecke. Als Blogger möchte ich dafür kein Geld haben. Ich möchte, dass ihr Reviews und Artikel in euren Netzwerken und Blogs teilt. Das kostet euch zwei Minuten.
Danakil Blog
Danakil.fr

Euer Plus: Ihr stärkt die Bindung zum Blogger. Ihr versorgt eure Fans mit nützlichen Infos.

Tipp 2: Redet mit euren Fans

Ihr pumpt News in eure Fanseiten und Blogs, reagiert aber nicht auf Kommentare. Der Kern sozialer Medien ist der Austausch. Wenn ein Fan auf eure Facebook-Pinnwand schreibt, schreibt ihm zurück. Wenn ein Twitter-Follower euren Tweet retweetet oder favorisiert, bedankt euch bei ihm. Wenn ein Fan euren Blogbeitrag kommentiert, schreibt ihm zurück.
Ronny Trettman Facebook
Ronny Trettmann auf Facebook

Wenn ein Blogger einen Artikel über euch schreibt, bedankt euch im Kommentarfeld dafür. Ihr bekommt sogar einen Backlink, wenn ihr im Kontaktfeld eure Web-Adresse hinterlasst.

Euer Plus: Ihr stärkt die Bindung zu euren Fans und Bloggern. Ihr erreicht neue Interessenten.

Tipp 3: Schaut über eure Tellerränder

In der Reggae Szene wird regelmäßig die Gemeinschaft beschworen. Warum kreist ihr dann in euren sozialen Netzwerken und Blogs nur um euch selbst? Schreibt über Artists und Projekte, die euch gefallen. Und damit meine ich nicht nur Labelkollegen.
Uwe Kaa Blog
Uwe Kaa Blog

Euer Plus: Ihr erreicht Leser, die sonst gar nicht zu euch gefunden hätten.

Tipp 4: Gästeliste, Logos und mehr

Ich bekomme regelmäßig E-Mails von Veranstaltern: „Schreib doch mal über die Tour.“ „Kannst du das Festival in deinem Blog ankündigen.“ Kann ich, aber könnt ihr mir im Gegenzug auch mal etwas anbieten? Ein paar freundliche Zeilen reichen aus:„Komm doch auch vorbei, wenn du Lust hast. Wir laden dich gern ein.“ „Wir packen dein Logo gern auf unsere Flyer und verlinken dich auf unserer Website.“
House of Reggae Flyer
Bassdive Flyer

Euer Plus: Ihr stärkt die Bindung zum Blogger. Ihr erhöht eure Reichweite, weil der Blogger über eure Veranstaltung schreibt.

Tipp 5: Bietet exklusive Informationen

Ich verstehe, dass ihr möglichst viele Menschen erreichen möchtet. Dennoch ist es gerade für mich als Blogger interessant, exklusive Informationen anbieten zu können. Informationen, die es nicht überall gibt. Veranstaltet exklusive Hörproben mit Artist-Treff. Schickt exklusive News nur an einen ausgewählte Kreis.
Hörprobe
Hörprobe

Euer Plus: Ihr stärkt die Bindung zum Blogger. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass er häufiger über euch schreibt.

Offene Diskussion

Blogger, Artists, Fans, Label-Betreiber, Veranstalter: Ihr dürft diesen Artikel gern kommentieren und mir eure Sicht der Dinge schildern.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

20 Gedanken zu „5 Social Media Tipps für Reggae Artists & Labels

    1. @Uwe Stimmt, es könnte alles einfach sein. Ich bin gespannt, ob dieser Artikel eine Bewegung auslöst. Meine Hoffnung ist gering, aber ich gebe sie nicht auf.

  1. Super Anregungen. Kreative Menschen brauchen oft einen Anstoß, nen Anschubser, wie ein Katalysator um chemische Reaktionen zu starten. Von daher schon mal Danke, sehr hilfreich und nice gemacht!
    Ganz speziell Hörprobe mit artist-meeting is´ne gute Idee! Ich weiss wie oft bands oder producer darüber „labern“ was gerade so abgeht – meist sind sie aber sehr abgecshottet in studios oder proberäumen, was oft zu divergenzen führt. zum beispiel machen fast alle bands während einer tour quantensprünge – im vergleich zu reinen studio-„bands“. der austausch und die kreative anschubserei/befruchtung/ das gemeinsame erlebnis ist der diesel des artist-motors.
    von daher – ich bin ab sofort fan dieser seite! weiter so!

    Bigga

    1. @Bigga Bimbi Herrlich, dann habe ich mein erstes Ziel erreicht: ein Leser mehr. Diese „Hörproben“ / „Pre-Listening“ sind für Musikjournalisten im Print-Bereich gang und gäbe. Warum nicht auch mal Blogger dazu einladen?

  2. True true! Ich glaube das Problem ist, dass wir uns (damit meine ich die Artists) viel zu oft und viel zu sehr mit uns beschäftigen! Und man lieber nicht nach links und rechts schaut und nichts teilt bevor man selbst vielleicht auf etwas verzichten muss. Ich nehm das jetzt mal als das was es ist: Konstruktive Kritik! Und versuche mich hier auch zu verändern und gebe dir ein LATSCH UP!

    Grüße aus dem Süden!

    1. @BIMMA Ich freue mich sehr, dass dieser Artikel die Menschen erreicht, für die ich ihn geschrieben habe. Nun bleibt abzuwarten, ob sich etwas ändern. Und: vielen Dank fürs Biggopp ;)

  3. hey roger,
    hab diesen artikel als er neu war schonmal gelesen und ihn mir jetzt nochmal angeschaut, weil ich angefangen hab meinen eigenen blog zu schreiben. sehr nützliche infos und da dachte ich, ich beherzige gleich mal tipp 1 und sorg für ein bisschen interektion mit anderen websites. werd houseofreggae auch demnächst in nem artikel über informative websites erwähnen :)
    liebe grüße axel

    1. @b-vibe Das ist sehr freundlich. Dein Blog scheint mir ein sehr umfangreiches Projekt zu werden. Hoffentlich bleibst du am Ball. Zur Unterstützung schmeiß ich dir gern in meine Blog Party.

  4. Echt geiler Blog, Respekt! danach hab ich lang gesucht.
    Schade finde ich nur, dass nichts über den Tod von King Stitt gepostet wurde. Hat das niemand mitgekriegt? Weiß niemand wer King Stitt war?? Das kann ich mir nicht vorstellen.
    Schöne grüße
    Sir Lord Bike

    1. @Toaster Vielen Dank für deinen Respekt. Das ist das Wichtigste. Natürlich weiß ich, wer King Stitt ist / war. Leider habe ich momentan ein paar andere Verpflichtungen und kann nicht über alles schreiben, was passiert.

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