Smiley Culture bei Razzia gestorben, R.I.P.

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Vor wenigen Tagen ist UK-Deejay Smiley Culture gestorben. Die Umstände sind mysteriös: Er soll sich während einer Razzia einen Tee gemacht und dabei erstochen haben. Smiley Culture wurde in den 1980ern berühmt mit dem Tune „Cockney Translation“. Er war einer der ersten Deejays, die jamaikanisches Patois in UK Talk übertrugen.

Klingt schon verrückt, oder? Mit einem einzigen Stich ins Herz soll sich Smiley Culture (David Emmanuel) umgebracht haben. Der Guardian schreibt:

„The 48-year-old singer died during a Metropolitan police raid at his house. His family have been told he stabbed himself while making a cup of tea.“

Die Razzia hat eine Vorgeschichte: Im September 2010 musste Smiley Culture wegen angeblichen Kokainhandels vor Gericht erscheinen. Schade, dass Reggae Artists immer nur mit traurigen Schlagzeilen in die großen Medien kommen. Ja, sogar Bild.de hat über Smileys Tod berichtet. Ruhe in Frieden, Junge.

Über Smiley Culture

David Emmanuel wurde Anfang der 1960er Jahre in London geboren. Sein Vater war Jamaikaner, seine Mutter kam aus Südamerika. Seinen ersten großen Auftritt hatte Smiley Culture beim Saxon Sound System. Wenig später nahm er seinen ersten Tune auf. „Cockney Translation“ verkaufte sich unfassbar gut und sein nächster Hit „Police Officer“ brachte ihn sogar in die UK Top 20. Beide Songs beschäftigten sich mit Rassismus, Polizeigewalt und den Problemen der schwarzen Community in den Thatcher-Jahren. Smiley Culture schaffte es dennoch ins Fernsehen zu „Top Of The Pops“ und hatte eine eigene Fernsehshow „Club Mix“.

Interview mit Tippa Irie zum Tod von Smiley Culture

Vielen Dank an die Jungs von Higher Level Sound (Way Above The Level), die diesen Soundschnipsel gefunden haben.

Das sagen die anderen

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

1 Gedanke zu „Smiley Culture bei Razzia gestorben, R.I.P.

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