Will Smith feiert Bob Marley in „I Am Legend“

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I am Legend“ hat vor Kurzem meine Videothek erreicht und mangels besserer Auswahl habe ich den Film mitgenommen. Die Story: Amerika erfindet ein Heilmittel gegen Krebs, das wenig später zu einem Virus mutiert.

Die meisten Menschen sterben, viele werden Zombies, ein paar sind resistent. Dazu gehört Virologe Robert Neville (Will Smith), der nun mit seinem Hund Sam im ausgestorbenen New York City festsitzt, nach einem Gegenmittel sucht – und Bob Marley feiert.

Hits von Bob Marley zum Untergang der Welt. Was für eine schöne Vorstellung. Zu „Three Little Birds“ wäscht Neville seinen Hund und fährt durch menschenleere Häuserschluchten, die von der Natur zurückerobert wurde und absolut nicht nach „every little thing gonna be all right“ aussehen. Doch die Musik macht Hoffnung.

Später im Film nimmt Neville zwei Überlebende in seinem Haus auf, Anna und Ethan. Eine perfekte Gelegenheit, um über Musik zu diskutieren. Neville erzählt, er habe seine Tochter Marley genannt, nach dem großen Reggae-Star Bob Marley. Anna hat keine Ahnung, wer das ist. Dafür kennt sie aber seinen Sohn Damian. Sehr interessant, denn der Film spielt im Jahr 2012 und bis dahin bleibt Bob hoffentlich ebenso bekannt wie sein Sohn.

Jetzt kommt eine Szene, die Bob Marleys Erben wohl ein paar Millionen zusätzlich in die Kassen spülen wird. Neville holt das seiner Meinung nach beste Album aller Zeit raus. Ein Name wird zwar nicht genannt, aber spätestens als „Stir It Up“ aus dem Lautsprecher schallt, wissen wir, dass es Bob Marleys „Legend“ (Island/Universal) ist. Macht ja auch Sinn mit Blick auf den Filmtitel. Neville erzählt ein wenig aus Marleys Leben, wie er vor einem Friedenskonzert angeschossen wurde und zwei Tage später dennoch aufgetreten ist. So erschließt sich ganz nebenbei, warum der Virologe noch immer in der gottverlassenen Stadt verweilt.

Der Film klingt mit dem „Redemption Song“ aus, der die Erlösung der Welt verkündet. Zeitgenössischer wurde Marley noch nie um- oder eingesetzt. Vielleicht ist „I Am Legend“ sogar eine wichtiger Hommage an den Reggae-Star als die beiden Marley-Filme es sein werden, die in zwei Jahren ins Kino kommen sollen. Ick bin jespannt.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Reggae Vinyl Liebhaber, Sound System Enthusiast, digital interessiert, freier Autor beim Riddim Magazin. Musiktipps immer gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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