African Beat Records serviert „Cherry Pie“-Riddim

African Beat RecordsEs gibt ein neues Reggae-Label in Deutschland. African Beat Records ist das jüngste Kind der African Beat Crew um Philipp Radovanovic, die in Lindau den gleichnamigen Dancehall & Reggae Mailorder betreibt.

Zum Start gibt es gleich einen Kracher: Produzent Andybee hat sich Eric Donaldsons „Cherry Oh Baby“ aus dem Jahr 1971 vorgenommen und in den „Cherry Pie“-Riddim verwandelt.

Im Interview mit Houseofreggae erzählen Philipp und Sänger Uwe Kaa, wie alles begann und wohin die Reise gehen soll.

Guten Tag, stellt euch doch erstmal mal kurz vor.

Uwe Kaa: Ich bin Uwe Kaa, Sänger und Deejay, sowie Gründer vom Roots Rockers Soundsystem.

Philipp: Ich bin Philipp, betreibe seit nun 7 Jahren den African Beat Mailorder & Vertrieb. Und seit diesem Jahr zusammen mit Andybee unser Vinylpresswerk www.my45.de.

Ihr habt vor Kurzem euer eigenes Label gegründet, African Beat Records. Wie kam es dazu?

Uwe Kaa: Da Philipp mit African Beat bereits seinen Record Shop und Vertrieb hat und zusammen mit Andybee zudem noch ein eigenes Presswerk betreibt, lag die Entscheidung nahe, auch selbst an eigenen Veröffentlichungen zu arbeiten, da ja die komplette Infrastruktur für so ein Vorhaben vorhanden ist. Ich wiederum kenne Philipp und Andybee auch schon lange und hab schon verschiedentlichst mit beiden zusammengearbeitet.

Philipp: Dem ist nichts hinzuzufügen, so war das…

Mit der „Cherry Pie“-Selection habt ihr einem Klassiker neues Leben eingehaucht. Schlägt euer Herz für die alten Zeiten?

Uwe Kaa: Bei mir auf jeden Fall! Ich bin absoluter Fan von Eric Donaldsons Original-Song und wollte daher selbst mal einen Song auf dem Riddim schreiben. So kam eigentlich die Idee zustande, davon einen Relick zu machen.

Philipp: Bei mir ähnlich, als Andybee mit dem Riddim ankam und ich zum ersten Mal Uwes Tune drauf hörte, war klar, dass da eine Selection entstehen muss.

Wo ist der „neue“ Riddim entstanden und wer hat euch dabei unterstützt?

Uwe Kaa: Den Riddim hat Andybee in seinem Studio gebaut, unterstützt hat ihn niemand dabei, das kann er schon ganz gut alleine.

Andybee Philipp African Beat Records

Andybee Philipp African Beat Records

Für ein neues und vor allem deutsches Label ist es sicher nicht ganz einfach, internationale Top-Artists wie Burro Banton, Alborosie oder Top Cat ins Studio zu holen. Wie kamen die Kontakte zustande?

Uwe Kaa: Philipp kennt Top Cat über einen Record Shop und daher war es leicht, mit ihm zu arbeiten. Ich wiederum kenne Leute, die mir die Direktkontakte zu Burro und Alborosie verschafft haben, so dass wir dann auch direkt mit den Artists arbeiten konnten.

Philipp: Wobei man noch dazu sagen muss, dass wir es mit Burro Banton und Alborosie auch geschafft haben, unsere zwei absoluten Wunschkandidaten für den Riddim zu verpflichten. Besonders stolz bin ich auf den Alborosie-Tune. Das sehe ich schon als Prädikat für den Riddim an, weil Alborosie doch einen sehr geringen Output außerhalb seines eigenen Forward Labels hat.

Ich freue mich sehr, dass auch deutsche Artists auf „Cherry Pie“ vertreten sind. Gehört es zum Konzept des Labels, auch die lokalen Talente zu fördern?

Uwe Kaa: Meine Combination mit Phenomden war der erste Song auf dem Riddim, die Idee, darauf eine ganze Selection zu machen, kam erst nach und nach. Ich denke, dass es mehr als logisch ist, erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren, und hiesige Leute auch zu featuren. Wir versuchen nicht jamaikanischer zu sein als die Jamaikaner selbst, sondern einfach nur ein gutes Produkt abzuliefern.

Philipp: Sehe ich genau so, es gibt ja genügend sehr gute Leute hier im deutschsprachigen Raum. Gerade auch Spruddy One bekommt viel positives Feedback für seinen Beitrag auf der Selection.

Wird es noch weiter Veröffentlichungen auf dem Riddim geben oder setzt ihr auf Klasse statt Masse?

Uwe Kaa: Erst kürzlich hatten wir das Gespräch, ob noch mehr Songs auf dem Riddim Sinn machen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir es bei den drei Singles vorerst belassen werden.

Philipp: Wir wollen jetzt erst mal die Resonanz vor allen aus dem Ausland abwarten, der internationale Vertrieb ist erst diese Woche gestartet. Hier in Deutschland sind alle drei Singles sofort in die Trendcharts eingestiegen, Alborosie ist diese Woche auf Platz 2 geklettert.

Ein anderes deutsches Label, Germaican Records, ist jetzt umgestiegen auf den digitalen Vertrieb. Ihr habt euch für Vinyl entschieden. Ist das noch zeitgemäß?

Uwe Kaa: Wenn im Hause African Beat schon eine eigene Presse steht, kann man gar nicht anders, als Vinyl zu veröffentlichen. Ich selbst finde es schade, dass die Vinyl-Käufer, die es ja nach wie vor gibt, zum Teil gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ihr favorisiertes Medium zu erwerben, wenn alles nur noch digital funktioniert. Digitalen Vertrieb werden wir mit dem Riddim wohl auch noch angehen, aber erst dann, wenn die Nachfrage nach Vinyl zum größten Teil gestillt ist.

Philipp: Priorität hat auf jeden Fall erstmal ganz klar der Vinylrelease.

Was können wir in Zukunft von African Beat Records erwarten?

Uwe Kaa: Es ist bereits eine neue Riddim-Selection in Vorbereitung, aber ich denke, zu viel sollten wir noch nicht verraten. Vielleicht nur soviel, dass es sich auch wieder um einen Relick handeln wird.

Philipp: Und Uwes Tune wurde schon als erster aufgenommen und man darf sich da auf einiges gefasst machen…

Ein letzter Satz für die Leserschaft?

Philipp und Uwe Kaa: Save the Vinyl!

4 Kommentare zu “African Beat Records serviert „Cherry Pie“-Riddim

  1. Nils nils
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    Rezept von Paul aus Lemgo:

    Hot Jamaican Rum Cherry Pie

    Zutaten:

    200 g Butter
    180 g Zucker
    4 Eier
    125 g Haselnüsse (gemahlen oder geraspellt)
    125 g Mehl
    1 Päckchen Backpulver
    3-4 El Appleton Jamaican Rum (oder mehr ; ) )
    100 g Zart Bitter – Chillie Schokolade (wer nicht auf die Combination steht, kann auch einfache gute Zartbitter nehmen)
    1 Teelöffel Zimt
    500 g Kirschen

    Zubereitung:

    Butter und Zucker schaumig Rühren / die Eier dazu / danach Zimt, Haselnüsse, Mehl, Backpulver, gehackte Schokolade und den Rum (nicht vergessen vorher zu kosten, ob er auch mit den Kirschen harmoniert) unterrühren / 1/3 des Teiges in eine ausgebutterte Springform geben / die Kirschen unter die restlichen 2/3 der Masse heben und in die Form füllen / im vorgeheizten Backofen bei 175° ca. 60-70min backen

    Anmerkungen:

    Super leicht und schnell zu machen und echt lecker / und bei 3 bis 4 Esslöffeln Rum bleibt außerdem noch eine Menge über um die 60 bis 70 min Backzeit zu überbrücken

     
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  2. Nils nils
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    Rezept von Florian aus Hannover:

    Quark-Kirsch-Kuchen:

    150 g Butter oder Magarine
    150 g Zucker
    1 Ei, getrennte (Eiweiß davon aufbewahren)
    1 Messerspitze Zimt
    300 g Mehl
    1 kg Sauerkirschen
    3 Eier
    500 g Magerquark
    100 g Zucker
    1 Packung Vanillinzucker
    1x die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
    2 Esslöffel Grieß
    1 Teelöffel Backpulver
    1 Eiweiß

    Zubereitung:

    Butter, 1 Eigelb, Zucker, Zimt und Mehl miteinander vermischen / einen Teil davon für Streusel zurückhalten / den anderen Teil in eine gefettete Springform geben / die 3 Eier trennen / Quark, Zucker, Vanillinzucker, die drei Eigelbe und Zitronenschale miteinander verrühren / den Grieß mit dem Backpulver mischen und zur Quarkmasse geben / die 4 übrig gebliebenen Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterheben / die Kirschen auf den Teig in der Springform verteilen / die Quarkmasse darüber streichen und die Streusel darauf verteilen / im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 1 Std. 15 Min. backen

     
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  3. Nils nils
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    Rezept von Daniel aus Schrobenhausen

    Schoko-Kirsch-Kuchen

    Zutaten für 4 Personen:

    500g Hefeteig
    50g Butter/Margarine
    75g Semmelbrösel
    750g Sauerkirschen ohne Steine aus dem Glas
    400cl Kirschsaft
    1 Päckchen Puddingpulver „Kirsche“
    3 EL Zucker
    400cl Schlagsahne
    100g Vollmilchschokolade
    100g Bitterschokolade
    Schokoladenraspel

    Zubereitung:

    Den ausgerollten Hefeteig mit zerlassener Margarine bestreichen / mit Semmelbröseln bestreuen / die gut abgetropften Sauerkirschen auf den ausgerollten Teig legen / aus Kirschsaft, Puddingpulver und Zucker nach Vorschrift einen Pudding kochen (reduzierte Flüssigkeitsmenge!) / etwas abkühlen lassen und über die Kirschen geben / den Kuchen bei 200°C 30 Minuten backen / auskühlen lassen /Schlagsahne und Schokolade aufkochen lassen und kühl stellen / am nächsten Tag schlagen und auf den Kuchen streichen / mit Schokoladenraspeln verzieren

     
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  4. Pingback: Interview: Uwe Kaa ist “Endlich Single” » House of Reggae

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