Lady N – Time A Come: Debüt-Album

Kategorien Alben & EPs, Gute Musik

Im April habe ich Lady N aus Moskau als „Upcoming Dancehall Star“ vorgestellt und ihr Debüt-Album angekündigt. Nun ist „Time A Come“ bei News School Records erschienen. Die Platte ist bunt wie ein türkischer Gemüsestand: Dancehall der alten und neuen Schule, Modern Roots, UK Roots, 80er Jahre Deejay-Styles …

Die Produzenten

Eine ganze Produzentenschar hat Lady N um sich versammelt. Dazu gehören russische Soundtüftler wie El Toro, Black Jacket, Rebel Steppa und General Culture. Weil die Platte aber auch international zünden soll, sind noch Riddims von Free Willy (Jamaika), Jahmanti (Niederlande), Mystic Roots (Deutschland) und anderen auf dem Album.

Gemischte Platte

Bei so vielen Köchen schmeckt der Brei zwangsläufig nach allerhand. Dazu singt und deejayt Lady N russischen und englisch, wobei mir die Song in ihrer Muttersprache deutlich mehr geben. Aber wer versteht schon Russisch, ich ja auch nicht, aber der Vibe ist großartig.

Nun kann ich nicht mit allen diesen neuen düsteren Europop-Dancehall-Riddims etwas anfangen. Aber es sind noch genug andere hörenswerte Tunes auf dem Album.

Lady N
Lady N

Meine Favoriten sind das düster rollende „Dancehall“, „Hey Massive“, das UK inspirierte „Russia“ über den Reggae-Vibe in Russland und „Number One“, auf dem Lady N mit viel „Bidi bye“ einen Dancehall-Riddim der alten Schule reitet. Sister Nancy lässt grüßen.

Selten habe ich ein so vielseitiges Debüt-Album gehört. Auch wenn nicht jeder Tune sofort zündet, Lady N brennt. Wort drauf.

Tracklist: Lady N – Time A Come

  1. Wine Fi You
  2. Hometown
  3. Time A Come
  4. Money
  5. Bruk Out (feat. Nappy Pacco)
  6. Early Days
  7. Dancehall
  8. High Grade
  9. Russian Bad Gal
  10. Fire
  11. Russia (Long Long Time)
  12. Champion Lover (feat. El Fata)
  13. Number One
  14. Hey Massive
  15. Pora Rasti

„Time A Come” ist bereits bei New School Records erschienen und ist über iTunes erhältlich. Eine CD soll noch folgen.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.