Bantaba – From The Ground Up (Album Review)

Kategorien Alben & EPs, Gute Musik

Als ich zum ersten Mal die Texte von Bantaba überflogen habe, dachte ich: Aha, wieder so eine deutsche Mittelstand-Reggaeband, die mit der Welt aufräumen möchte. Dann habe ich in das Debüt-Album From The Ground Up reingehört und festgestellt: Junge, die machen ja alles richtig, wirklich alles.

Inspiration auf England

Bantaba spielen Reggae, wie er in den 80er Jahren in England entwickelt wurde. Das habe ich nun schon ein paar Mal gelesen. Leider kenne ich mich in diesem Bereich so gut aus wie ein Bäcker in der Autowerkstatt. Ganz klar: eine Bildungslücke.

Bantabas Sound ist inspiriert von britischen Reggaebands wie Steel Pulse, Matumbi, Aswad und den Cimarons. Für mich klingt ihr Sound einfach nur großartig und irgendwie ehrlich, selbstgemacht. „Organischen Reggae“ nennen die sieben Dortmunder das. Dazu gehören klassische Zutaten wie das Rhodes Piano, dumpf rollende Bässe und eine komplette Blasabteilung.

Alles für die Harmonie

Gut, sagst du vielleicht, das haben andere deutsche Reggaebands auch. Aber haben die auch dreistimmigen männlichen Harmoniegesang? Harmoniegesang, der so reif klingt, als hätten Bantaba bereits alles erlebt und gesehen. Harmoniegesang, der an dufte jamaikanische Trios wie The Abyssinians und The Royals erinnert. Dabei sind die Jungs alle Mitte zwanzig – und es ist ihr Debüt-Album!

From The Ground Up ist ein Album, das eigentlich auf Vinyl gepresst werden muss, damit sich Sammler in 20 Jahren ihre Finger in Plattenkisten blutig wühlen. Ein Leuchtturm an der deutschen Reggaeküste.

Trackliste: Bantaba – From The Ground Up

  1. Eagle
  2. Gratitude
  3. New Day
  4. Frequency
  5. No Love (feat. Sebastian Sturm)
  6. When I Cry
  7. Some Talk
  8. Jah Know
  9. In Time
  10. One Inity
  11. From The Ground Up

Bantaba – When I Cry

BANTABA When I Cry (unplugged)

Foto: Chris Krohm

Übrigens, Bantaba ist jetzt Schwarzpaul.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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