Reggae Jam 2010 in Bersenbrück: Rückblick

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Reggae Jam Festival 2010
Reggae Jam Festival 2010

Anfang August luden Sheriff und seine Crew alle Reggaeliebhaber zum Reggae Jam Festival in den Klostergarten nach Bersenbrück ein. Houseofreggae.de war da und berichtet ausführlich.

Freitag, 30. Juli – Louie Culture zurück in Deutschland

Instant Vibes, die Gewinner des German Reggae Contest 2010, eröffneten das Festival. Das Gelände war bereits gut gefüllt und so konnten die Jungs zeigen, was in ihnen steckt. Die Show hat mir gut gefallen und war auf jeden Fall gut vorbereitet.

Danach präsentierte Cornadoor Lieder seines Debut-Albums „Without Restrictions“. Eine solide Vorstellung mit zwei Backround-Sängerinnen. In Zukunft sollte Cornadoor weiter an seiner Stimme arbeiten, um seinen Gesang besser zur Geltung zu bringen.

Fatan Mojah mit Rucksack

Es folgten Pat Anthony, Red Dragon und die bekannten jamaikanischen Modern Roots Artists Fantan Mojah, Lutan Fyah und Jah Mason. Nach einem zart gekrächzten Intro von Fantan Mojah folgte eine beeindruckende Show des Löwen. Mit Rucksack auf dem Rücken sprang er über die Bühne und spielte sich mit seiner impulsiven Stimme in die Herzen.

Fatan Mojah
Fatan Mojah

Lutan Fyah und Jah Mason knüpften an und gefielen mir gut. Nach dem Auftritt von Elijah Prophet kam die Zeit von Louie Culture. Seit 2004 war der kleine Rasta aus Portland, Jamaika nicht mehr in Deutschland. Zusammen mit der Tune in Crew spielte er seine Hits „Gangalee“, „Uprising“ und „Foundation from Birth“. Für Ende des Jahres kündigte er ein neues Album an.

Samstag, 31. Juli – Frühstück mit Ganjaman

Der Samstag startete mit einem vom Ganjaman gesponserten Frühstück. Letztes Jahr hatte er versprochen, Frühstück auszugeben, sollte er wieder den Samstag mit seiner Show eröffnen. Während Ganjaman also auf der Bühne alles gab, schmierten und servierten zahlreiche Helfer Schnitten mit biologischen Sprossen und Käse. Dazu gab es äthiopischen Cafe. Ein großes Lob an Ganjaman und die Crew. Leider ist so ein Spass nur auf wenigen Festivals möglich.

Bushman spielt Peter Tosh

Weiter im Programm ging es mit dem Berliner Reggae-Artist Kimoe, der seine neue Single „Ein Blick“ präsentierte, Christian Massive, Papa Michigan, Smiley und Super Black. Bushman spielte eine große Show. Zum Schluss gab es von ihm Peter Tosh-Cover zu hören und der gute Bushman verschwand mit einer grün-gelb-roten Fahne von der Bühne.

Danach kam die Zeit für Junior Natural. Der Youngster aus Schweden spielte im Vorprogramm von Tippa Irie mit der Far East Band. Der Junge hat auf jeden Fall Talent und wird bald von sich hören lassen! Tippa Irie gab eine wicked Show: „My name is Tippa Irie and I‘m from UK, when it come to lyrics, I don‘t play!“ Das neue Album „Stick to my roots“ gefällt mir sehr gut, der Kauf lohnt sich.

Tippa Irie bei Reggae Jam Festival 2010
Tippa Irie bei Reggae Jam Festival 2010

Der Rest des Abends war voller Stars, zu denen ich nicht viel sagen brauche: Morgan Heritage, Tanto Metro & Devonte, Inna die Yard Allstars, Tarrus Riley und Toots & The Maytals.

Tarrus Riley – zu kurz und zu leise

Zwei Dinge muss ich bemängeln. Erstens, Tarrus Riley und Toots & The Maytals haben aufgrund der Zeitverzögerung nicht ausreichend lang gespielt. Klar, es gibt nicht viele Festivals, wo es bis früh um 3 Uhr Konzerte gibt. Aber die Top-Acts sollten trotzdem die Chance bekommen, volle Showzeit zu spielen.

Das zweite Problem war der Sound bei Tarrus Riley. Seine Stimme war viel zu leise. Ich weiss nicht, ob es an den Boxen lag, die zum Teil auf Zuschauerhöhe angebracht waren, oder ob es technische Probleme gab.

Sonntag, 1. August

Lion Teeths aus Bersenbrück eröffneten den letzten Festivaltag. Ich finde es gut, dass Sheriff auf so einem großen Festival lokalen Bands die Chance gibt, Bühnenerfahrung zu sammeln. Weiter ging es mit Vido Jelashe und Landlord, Nature, der bereits Anfang des Jahres auf großer Europa-Tournee war. Er präsentierte seine Hits „Hold On“, „Falling In Love Again“ und „Wasting Time“. Es folgten der Roots-Sänger Horace Martin und Dancehall-Veteran Flourgon.

Horace Martin beim Reggae Jam Festival
Horace Martin beim Reggae Jam Festival
Flourgon bei Reggae Jam Festival
Flourgon bei Reggae Jam Festival

Mad Cobra erstmals in Deutschland

Danach schlug die Stunde von Mad Cobra. Nachdem die bereits Anfang des Jahres geplante Tour gecancelt wurde, war die Dancehall-Massiv voller Erwartungen, die Mad Cobra auf jeden Fall erfüllte. Er unterstrich, dass er ein echter jamaikanischer Badman ist, indem er sich ausführlich Zeit nahm, um mit seinen Ladys zu tanzen.

Mad Cobra beim Reggae Jam Festival
Mad Cobra beim Reggae Jam Festival

Den Rest des Line-ups komplettierten Admiral Tibet, U Roy, John Holt, der nach 42 Jahren mal wieder deutschen Boden betrat, und Steel Pulse. Diese Roots-Artists bedürfen keiner weiteren Kommentare.

U Roy beim Reggae Jam Festival
U Roy beim Reggae Jam Festival
Admiral Tibet bei Reggae Jam Festival
Admiral Tibet bei Reggae Jam Festival

Party im Dancehall-Zelt

Im Dancehall-Zelt ging es schon Donnerstag heiß her. Sheriff`s Soundpatrol, Soundquake und Barney Millah legten auf. Für kurze Auftritte waren Lukie D, Flourgon, Papa Michigan und Ron Muschette, Moderator des jamaikanischen Radiosenders IRIE FM, auf der Bühne. Samstag ging es weiter mit Soundquake und Silly Walks. Die „German Luger“ Sentinel rahmte Samstagnacht das umfassende Programm im Zelt ab.

Gut gefallen hat mir in diesem Jahr das Dubzelt, mitorganisiert von Crucial Vibes aus Hamburg organisiert und gestaltet von RootsPlague Soundsystem aus Münster und Mitgliedern von reggae-party.de. Am Ende des Zeltplatzes gelegen, stand das große Zelt auf wackligem Konstrukt. Hier konnte man bis in die frühen Morgenstunden zu gutem Dub von der Platte vor dem Soundsystem tanzen.

Dub-Zelt beim Reggae Jam Festival
Dub-Zelt beim Reggae Jam Festival
At the controls im Dub-Zelt beim Reggae Jam Festival
At the controls im Dub-Zelt beim Reggae Jam Festival

Mehr Besucher, mehr Polizei

Die Zuschauer auf dem Reggae Jam Festival nehmen von Jahr zu Jahr zu. Das merkt man nicht nur an den immer weiter nach hinten rückenden Zuschauerreihen, sondern auch an den vielen Buden für Gastronomie.

Leider bedeutet dies oft eine Zunahme der Polizei. So kam es in diesem Jahr zu umfassenden Verkehrskontrollen über das ganze Wochenende. Außerdem kamen vereinzelt Zivilpolizisten auf dem Zeltplatz. Das ist leider der Lauf der Dinge und kann von den Veranstaltern nicht beeinflusst werden.

Big up all di crew

Big up an Sheriff und seine Crew! Ich glaube, das Festival wird auch in diesem Jahr wieder zum beliebtesten Festival gewählt werden und das ist auch berechtigt. Das Line-up ist wicked und die Stimmung familiär. Da komm ich auch im nächsten Jahr wieder.

5 Gedanken zu „Reggae Jam 2010 in Bersenbrück: Rückblick

    1. @Crucial B Vielen Dank für den Hinweis. Vielleicht wollte Autor Benjamin dir einfach ein paar mehr Lorbeeren zukommen lassen ;)

  1. Ja danke für die Blumen, aber die Jungs haben das so nett organisiert, daß ich den vollen Respect dafür gerne an sie gehen lasse !

    Fals noch jemand Fotos von mir hat, würde ich mich über eine Benachrichtigung freuen …

  2. cheers..

    sehr schöne revue! und tolle fotos.

    auch wir haben das jam genossen – ein phantastisches festival mit irie vibes und irie leuten!

    immer wieder gerne.
    blessed love !

    1. @Conny Houseofreggae-Autor Benjamin hat das Festival auch sehr genossen und ich hoffe, dass ich nächstes Jahr vielleicht auch mal hinkomme. Was hat dir denn besonders gut gefallen?

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