Mungo’s Hi Fi reiten 2018 wieder in Berlin ein (mit iLLBiLLY HiTEC und Jahtari)

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Mungo’s Hi Fi im YAAM Berlin

Knapp ein Jahr nach ihrem letzten Abriss kommen Mungo’s Hi Fi wieder nach Berlin. Am 2. Februar spielen sie im YAAM auf dem Lions Den Sound System. BOOM!

Außerdem sind iLLBiLLY HiTEC mit Longfingah und weiteren Gästen dabei. Und Jahtari bringt Dub-Poet Roger Robinson mit. Kennt ihr nicht? Kein Problem, ich hab ihn für euch kurz interviewt.

Mungo’s Hi Fi

Wenn Mungo’s Hi Fi kommen, gibt es Druck. Die Schotten sind seit Jahren eine Marke in Soundsystem-Bizzinizz rund um die Welt. Als eine der wenigen Crews kümmern sie sich nicht um Genregrenzen, sondern nur um Bass. Bei den Jungs läuft alles von Dub, Roots Reggae, Rub-a-Dub und Dancehall bis Dubstep. Fast jede Veröffentlichung auf ihrem Label Scotch Bonnet ist ein Must-Have für mich.

iLLBiLLY HiTEC

Ebenso soundoffen ist auch die Band iLLBiLLY HiTEC und lotet aus, inwiefern sich Reggae und elektronische Musik vertragen. Meist sehr gut, wie ich 2016 auf dem Reggae Jam Festival in Bersenbrück mitbekommen habe. Zumal mit Longfingah einer der besten deutschen MCs am Mikrofon steht. Im vergangenen Jahr holten sie den UK-MC Garnda mit auf die YAAM-Bühne. Ich bin gespannt, wer diesmal zu den Gästen gehört.

Jahtari und Roger Robinson

Richtig spannend dürften Jahtari und Roger Robinson werden. Dub Poetry im Tanzsaal, das höre ich ziemlich selten. Jahtari-Produzent Disrupt und Roger haben bereits zwei hörenswerte Alben aufgenommen: Dis Sid Ah Town (2015) und Dog Heart City (2017).

Disrupt (Jahtari) & Roger Robinson

Disrupt (Jahtari) & Roger Robinson

Ich hab mich auch erst in den letzten Wochen mit Roger Robinsons Arbeit beschäftigt und festgestellt: geiler Typ.

Roger, was ist Dub Poetry für dich?

Roger Robinson: Es ist eine Erweiterung einer lebendigen Tradition. Es ist ein Nachrichtennetzwerk für die Unterdrückten. Es ist sowohl eine poetische als auch eine musikalische Form, die in den Dancehalls Jamaikas kreiert wurde.

Du schreibst auch Gedichte. Wie unterscheidet sich das Schreiben von Dub Poetry?

Roger Robinson: Es unterscheidet sich in seinem Ursprung und Zweck. Dub Poetry sind keine Gedichte, die man in Büchern festhält. Die Texte sind gemacht, um sie zu verkünden und zu verbreiten, mündlich und akustisch.

Was mich beeindruckt, sind deine unterschiedlichen Stimmen. Du sprichst sehr rau, singst aber in süßestem Falsett. In einem Interview habe ich gelesen, dass du die Stimmen nutzt, um in unterschiedliche Personen einzutauchen und deinen Blickwinkel zu verändern.

Roger Robinson: Ich denke, die Falsett-Stimme hat einen klagenden, schreienden Ton. Die tiefe Stimme hat eher einen deklarativen, trotzigen Tonfall. Es sind zwei Seiten derselben Medaille des Leidens. Ich denke, mehr ist es nicht.

Du wirst häufig mit dem bekannten Dub Poeten Linton Kwesi Johnson verglichen. Was denkst du darüber?

Roger Robinson: Das finde ich gut. Er beeinflusst mich massiv und klar, manchmal ist meine Ausdruckweise seiner sehr ähnlich. Ich bin auch froh, dass ich eine Kunst fortführen kann, die er fast allein bekannt gemacht hat. Ich erweitere diese Tradition mit neuen Einflüssen, zum Beispiel Soul, Folk, HipHop und Rapso.

Was können die Leute von deiner Show mit Jahtari erwarten?

Roger Robinson: Eine Menge Wahrheiten, aber auch Grooves und Unterhaltung. Ich glaube, es ist schwierig, das zu kombinieren. Aber wir arbeiten hart daran, die Leute zum Denken zu bringen, während sie tanzen.

Ob das so funktioniert, könnt ihr am 2. Februar 2018 ab 21:00 im YAAM Berlin herausfinden. Alle Infos zur Veranstaltung und Ticket bekommt ihr hier.

*Dieser Beitrag wird unterstützt von YAAM / Spreekultur.

Nils

Nils

Reggae Vinyl Liebhaber, Sound System Enthusiast, digital interessiert, freier Autor beim Riddim Magazin. Musiktipps immer gern an: socialdread (at) googlemail (dot) com. | Alle Beiträge

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