Damian Jr. Gong Marley – Stony Hill (Album Review)

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damian marley, stony hill, review

Mist. Ich hätte mein Review zu Damian Jr. Gong Marleys Stony Hill direkt schreiben sollen, nachdem der Watermarked-Promo-Link in meinem Postfach landete.

Jetzt sitze ich hier vor meinen Notizen und hab den Sound nicht mehr im Ohr. Tja, …

… dann schreib ich einfach meine Stony Hill Notizen für euch auf, Lied für Lied. Ab dem 21. Juli 2017 könnt ihr euch das neue Solo-Album vom Jr. Gong offiziell komplett anhören.

  1. Intro: epische Ansage mit Preisungen
  2. Here We Go: fette Produktion mit hörbaren HipHop-Einflüssen, Scratches und duftem hörbare „Woi, Woi“-Sample
  3. Nail Pon Cross: fette Produktion mit Steine-aus-dem-Glashaus-Thema, klassisch bouncender Damian Marley (Video)
  4. R.O.A.R.: fette Produktion mit rollenden Drums, Dancehall-Marschmusik ähnlich wie One Loaf Of Bread (Video)
  5. Medication feat. Stephen Marley: Kombination mit Bruder, Roots, dezent Damen im Hintergrund (Video)
  6. Time Travel: ähnlicher Sound wie R.O.A.R., wohin geht unsere Reise zwischen Terror und Internet-Autobahn, Fakeprofilen und echtem Leben
  7. Livin It Up: lockere Produktion, Wohlfühlmusik mit Funk-Einschlag, Refrain mit Bruno-Mars-Gefühl, glaub an dich und deine Träume, mach dir eine gute Zeit, Grüße an Kingstoner Viertel (Anhören)
  8. Looks Are Deceiving: pompöse Produktion, klassischer Roots mit Background-Gesang, Gitarren-Solo
  9. The Struggle Discontinues: pompöse Produktion, klassischer Roots mit Background-Gesang, stimmlich schimmer Vater Bob Marley durch
  10. Autumn Leaves: ruhige, getragene Nummer mit Orchestra im Hintergrund, James Bond Filmmusik, wenn er die Mädels am Strand trifft
  11. Everybody Wants To Be Somebody: rockig stampfender Roots Reggae (Anhören)
  12. Upholstery feat. Mayor Myjah: Dancehall mit minimalen Beats und nervösen Bleeps im Hintergrund, Clubmusik, Gesangshook
  13. Grown And Sexy feat. Stephen Marley: R’n’B / Rap Nummer zwischen Säusel-Refrain und Rap a la Kabaka Pyramid
  14. Perfect Picture: R’n’B mäßig, Autotune-Chorus
  15. So A Child May Follow: akustische Nummer mit Background-Gesang, Tune für den Nachwuchs, die Welt gehört euch)
  16. Slave Mill: nichts notiert
  17. Caution: druckvoller Dancehall, den er du wahrscheinlich mit Live-Band gut ballern wird, tackert Lyrics
  18. Speak Life: mit klagender Rock-Gitarre im Hintergrund, Drumming, Gitarre, kümmer dich um dein Leben, ist ne geile Sache

Damian Marley liefert also die bewährten druckvollen Klänge für das Stammpublikum, spielt aber auch mit für ihn ungewohnt seichten Genres und Gesang. Dieses Konzept scheint gerade der Schlüssel zu einem größeren Markt zu sein. Chronixx hat es auf seinem Debüt-Album Chronology kürzlich ähnlich gemacht.

Damian Marleys Stony Hill ist kein Album des Jahres

Stony Hill ist eine gute Platte mit einem experimentierfreudigen Damian Marley, aber für mich kein Album des Jahres. Mir fehlt der Welcome-To-Jamrock-WOW-Effekt auf Stony Hill. Wenn er vielleicht mal einen Steppers-Riddim zerballert hätte … Bei mir kämpfen weiterhin Inna de Yards The Soul Of Jamaica, Trilions Ain’t No Future With No Past und Gentleman’s Dub Clubs Dubtopia um Platz 1.

Außerdem versteh ich das Artwork nicht: Damian Jr. Gong Marley sitzt auf einer Couch vor einem dunklen Tor und sein Kopf wird von hinten unnatürlich angeleuchtet, als hätte er einen Heiligenschein. Wirkt leicht wie ein Photoshop-Fehler. Was soll mir das sagen?

Ich schieb mir lieber nochmal sein Distant Relatives-Projekt mit Rapper NAS rein.

Zusammenfassung
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Damian Marley – Stony Hill (Album Review)
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Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

1 Gedanke zu „Damian Jr. Gong Marley – Stony Hill (Album Review)

  1. Sehe das ähnlich wie du. Für mich ist es auch kein Album des Jahres. Ehrlich gesagt bin ich etwas enttäuscht. Das Release Date lies lange auf sich warten und was bekommen wir?: Die besten Lieder auf dem Album sind R.O.A.R, Medication und Everybody Want To Be Somebody. Herausragend sind für mich die Beiden Black-Uhuru-Tributes Caution und Nail Pon Cross. Diese Lieder wurden alle vorher veröffentlicht, der Rest haut mich nicht vom Hocker. Ein mittelmäßiges Album, welches durch die guten vorher veröffentlichten Singles gut vermarktet wird.

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