So war das Sunrise Reggae und Ska Festival 2017

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Oh man, was für Wochenende. Von Wetterkapriolen über Bandabsagen bis hin zu unvergesslichen Momenten – beim Sunrise Reggae und Ska Festival 2017 wurde es eines sicher nicht: langweilig.

Das Reggae und Ska Festival ist für mich ein Pflichttermin. Und das seit fünf Jahren. Ich mag es, dorthin zu gehen, wo ich weiß, dass ich zu einhundert Prozent das geboten bekomme, was der Veranstalter verspricht. Beim Sunrise ist das zweifellos der Fall. Familienfreundlich, überschaubar, stimmungsvoll, ökologisch, unkommerziell. Die Attribute sind wie für mich gemacht.

Sturm, Hagel und gute Vibes auf dem Sunrise Reggae und Ska Festival

Dass es in diesem Jahr allerdings turbulenter zugehen sollte als sonst, war mir während meiner Anreise noch nicht bewusst. Nach ungefähr drei Stunden gemütlichem Verweilen inklusive Grillfleisch und Bier finde ich mich in meinem Auto wieder. Eine schwarze Front zieht direkt über unsere Köpfe hinweg und beglückt uns abwechselnd mit Sturm, Blitz, Starkregen und Hagel. Es sollte nicht das letzte Gewitter an diesem Wochenende bleiben.

Die nächste Hiobsbotschaft trifft ein, als alle Campingstühle von der Sonne getrocknet sind. Dieses Mal kein Regen, sondern eine Bandabsage. Dub Inc kann nicht auftreten. Ein tiefes Stöhnen geht durch unsere Festivalgruppe.

Freude im Anschluss, nämlich mit Queen Ifrica haben die Veranstalter binnen weniger Stunden einen guten Ersatz gefunden. Und die Queen liefert ab. Zwar nicht mit der Durchschlagskraft wie bei meinem zweiten Rototom Sunsplash 2010 in Spanien. Trotzdem kann sie mit stimmlicher Power und vor allem älteren Hits punkten.

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Beste Ersatzfrau: Queen Ifrica auf dem Sunrise Reggae und Ska Festival 2017 (Foto: Martin Voss)

Nach ihrem letzten Song zieht es mich unweigerlich dem Bass hinterher in Richtung Dub Station. Aba Shanti-I steht bereits am Tower und dreht an den Reglern. Einfach Augen schließen und die Soundsystem Session genießen.

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Dub Station

Auch am zweiten Tag auf dem Sunrise Reggae und Ska Festival wird es nicht langweilig. Immer wieder pendeln wir wetterbedingt zwischen dem erfrischenden Bach und dem Inneren unserer VW-Busse hin und her. Immer wieder wechseln wir zwischen T-Shirt und Pullover unsere Kleidung.

Jaquee und Toots & The Maytals

Zwischendurch gibt es natürlich Musik an der Hauptbühne. Vor allem Jaquee, Sängerin aus Schweden mit Wurzeln in Uganda, begeistert mich mit ihrer absoluten Lust, jetzt in diesem einen Moment Musik zu machen. Ganz ehrlich: da können sich viele größere Namen eine Scheibe abschneiden. Ihr Stil bewegt sich irgendwo, bloß nicht strikt beim Reggae. Ich höre Elemente aus Afro, World, HipHop und Pop, gepaart mit einer Portion One Drop. Eine super Mischung.

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Jaquee (Foto: Martin Voss)
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Jaquee auf dem Sunrise Reggae und Ska Festival 2017 (Foto: Martin Voss)

Am späten Abend spielen Toots and The Maytals. Pressure Drop sagt mir zu, bei Country Roads suche ich das Weite und gehe schlafen.

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Toots & The Maytals auf dem Sunrise Reggae und Ska Festival 2017 (Foto: Martin Voss)

Und schon ist er da. Der gefürchtete letzte Tag. Mittlerweile mag ich den Festivalsonntag allerdings gerne. Vor allem beim Sunrise. Irgendwie sind trotz der großen Hitze alle entspannt und fröhlich. Bei anderen Reggae Festivals habe ich immer eine Kater- und Aufbruchsstimmung wahrgenommen. Hier ist es anders.

Die Leute ... (Foto: Martin Voss)
Die Leute … (Foto: Martin Voss)

Die zahlreichen Kinder spielen auf der Wiese oder hören mit ihren bunten Ohrenschützern der Musik zu. Familien bummeln durch die Stände und essen nebenbei Eis. Dazwischen liegen Hunde im Schatten.

Beim Da Sandwichmaker spielt Unlimited Culture eine lässige Jamsession. Und auf der Hauptbühne beschert Sebastian Sturm mit seiner Exile Airline Band das, was das Sunrise Reggae und Ska Festival auch 2017 wieder absolut verdient hat: einen rundum rootsigen, perfekten Abschluss.

Zusammenfassung
So war das Sunrise Reggae und Ska Festival 2017
Titel:
So war das Sunrise Reggae und Ska Festival 2017
Beschreibung:
Das Sunrise Reggae und Ska Festival ist für mich ein Pflichttermin. Familienfreundlich, überschaubar, stimmungsvoll, ökologisch, unkommerziell und ein tolles Programm. In diesem Jahr waren unter anderem Queen Ifrica, Jaquee und Toots & The Maytals dabei.
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Veröffentlicht auf:
Houseofreggae.de
Martin
Roots, Dub, Foundation, Early Dancehall - die Reggae Welt ist groß, bunt und mehr als nur meine Leidenschaft.

4 Gedanken zu „So war das Sunrise Reggae und Ska Festival 2017

    1. Salut, vielen Dank. Über das Lob freut sich Martin bestimmt. Nach Spanien fährt dieses Jahr leider keiner von uns.

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