Review: Black Oak Roots – Love Word EP (Stepwise Records)

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Black Oak Roots - Word Love EP (Stepwise Records, 2017)

Unbeeindruckt von Was-ist-los-mit-Reggae-in-Deutschland-Diskussionen haut der Münchner Produzent aDUBta gerade die dicksten Dinger auf Stepwise Records raus.

Nach dem zurückgelehnten Steppers Africa Awaits kommt jetzt Roots Reggae mit dem Projekt Black Oak Roots auf 12inch.

Die Love Word EP ist genau die richtige Musik, mit der du die Leute nach einer Soundsystem-Session glücklich in den Sonnenaufgang entlässt oder einen entspannten Nachmittagstanz im Park veranstaltest.

Sänger Jone C Fyah startet die A-Seite mit dem Titelsong Love Word. Großartige Stimme, tolles Gefühl für den Riddim. Wie Karsten richtig schreibt, erinnern sein Stil und die leicht raue Stimme etwas an Sebastian Sturm.

Jone C Fyah – Love Word | SWR_BLKOAK001

Die ersten Töne haben mich sofort in die Recherche getrieben: Jone C Fyah ist Sänger und MC beim Natty Vibes Sound aus Eichstätt in Oberbayern. Die Jungs haben 2015 Rassi Hardknocks Debütalbum Great Songs veröffentlicht und hauen immer mal wieder dufte Mixtapes raus.

Via Facebook hat Jone C mir ein paar Hintergrundinfos zu Love Word geschrieben:

„Der Tune Love Word ist schon vor drei Jahren entstanden. Manchmal triffst du jemanden, der dir das Gefühl gibt, dass alles gut ist. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass man andere nur glücklich machen kann, wenn man selbst glücklich ist. Love is the source of life!

Von der Idee zum Tune ging es auf jeden Fall schneller als vom Tune zur Platte. Aus meinem Text und Akkorden wurde dank der Hilfe weiterer befreundeter Musiker (adubta, Horchi und Klenk) eine satte Rootsnummer. Daraus entstanden die weiteren zwei Versions auf der 12inch.“

Eine der weiteren Versionen ist Flute Word, auf der Thomas Eibl … ja was wohl … Flöte spielt. Wunderschön und genau die Experimentierfreude, die Reggae bereichert, ohne die Wurzeln aus dem Boden zu reißen.

Auf der B-Seite singt Isayah Inna Di End und ja, leider wird es wohl so sein, dass wir die wichtigsten Erkenntnisse immer erst zum Schluss haben. Auch ein begabter Mann, klingt für mich aber nicht so flüssig und rund wie Jone C Fyah. Manchmal sind weniger Worte eben mehr.

Die 4-Track-EP endet mit dem Love Word Riddim, eingespielt von den Black Oak Roots Allstars. Ich will mehr davon!

Trackliste: Black Oak Roots – Love Word

A1: Jone C Fyah – Love Word
A2: aDUBta & The Black Oak Roots Allstars – Flute Words feat. Thomas Eibl
B1: Isayah – Inna Di End
B2: The Black Oak Roots Allstars – Love Word Riddim

Einmal mehr der Beweis: Reggae in Deutschland ist nicht kaputt, er lebt halt ein bisschen im Untergrund.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Reggae Vinyl Liebhaber, Sound System Enthusiast, digital interessiert, freier Autor beim Riddim Magazin. Musiktipps immer gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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