Red Robin startet mit Rub-a-Dub durch

Kategorien Gute Musik, Singles
red robin, reggae,

Ich bin mal wieder verliebt, in das neue Label Red Robin. Auf der ersten 12inch bekommt ihr Rub-a-Dub in bester 80er-Tradition mit zwei Sängern, zwei Deejays und jeweils einer Version.

Das frische Jahtari Sub-Label wurde vom neuseeländischen Radiomoderator Red Robin gestartet. Die Produktionen kommen von seinen Landsleuten Naram und Art Official, feingeschliffen von Jahtaris Disrupt.

Midnight Riders – Outta Road / Speng Bond – Dread Outta Road

Auf der A-Seite steigt Winston „Midnight Riders“ Powell mit Outta Road ein und erzählt vom harten Leben in Kingston. Jahrelang hat er nichts veröffentlicht. Seine Stimme klingt aber immer noch so großartig wie damals bei Cross The Border, Me A No Gunman und seinem Überlied Posse Form A Line.

In bester Deejay-Tradition übernimmt Speng Bond mit Dread Outta Road und beschreibt aus europäischer bzw. britischer Sicht, was gerade nicht so rund läuft: alles wird teurer, das Gras ist gestreckt, korrupte Politiker … die ganze Bandbreite. Lässiger Stil, den er kürzlich auch für High Smile Hifi ausgepackt hat.

Steve Knight – Dem A Fraud / Tippa Lee – Salute The Veteran

In Kanada sieht es da nicht besser aus, wenn wir Steve Knight glaube dürfen. Der Sänger reitet auf der B-Seite die etwas schnellere Fraudulent Version. Wie Winston Powell ist auch Steve Knight ein jamaikanischer Veteran aus den 80er Jahren. Beide waren 1985 schon einmal auf einer 12inch vereint.

Mein absoluter Favorit auf der Red Robin 12inch ist Tippa Lee mit Salute The Veteran. Wie der Junge die Lyrics tackert … irre! Er preist ein paar alte MCs und Sounds, aber vor allem sich selbst. Kann man machen, wenn man seit den 80ern aktiv ist und noch immer so derbe flext. Bei Discogs findet ihr eine Übersicht über sein Schaffen. Fleißig.

Ich finde es sehr konsequent, dass Red Robin nicht nur auf den Klang der 80er setzt (Danke an die Produzenten Naram und ART), sondern auch außerschließlich Künstler aus der Zeit auf die Instrumentale nimmt. Das Review von Karsten bestätigt meine Meinung: geiler Stoff!

Als weiterbildene Lektüre empfehle ich euch das Interview mit Red Robin bei NiceUP. Dort erfahrt ihr Details zum Entstehungsprozess, der recht lang war. Die Instrumentale waren schon 2015 fertig.

Trackliste: Red Robin

A-Seite

  • Midnight Riders – Outta Road
  • Speng Bond – Dread Outta Road
  • Dub Outta Road

B-Seite

  • Steven Knight – Dem A Fraud
  • Tippa Lee – Salute The Veteran
  • Fraudulent Version

Limitierte Pressung, also beeilt euch besser.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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