Die Destructive Penguins rechnen mit dem Künstlerleben ab

destructive penguins

Destructive Penguins (Foto: Michel Mees)

Wir wissen alle: Das Leben eines Künstler sieht zwar meist geil aus, ist aber übel hart. Die Destructive Penguins singen ein Lied davon. Und das, obwohl die fünf Niederländer alle um die 20 Jahre jung sind und noch nicht so viele Künstlerjahre auf den Rücken haben.

Ich bin aktuell wieder sehr gelangweilt von jamaikanischem Reggae. Alles schon zigmal gesehen. Alles schon zigmal gehört. Alles zu glatt, bis auf das großartige Inna De Yard-Projekt. Ein idealer Zeitpunkt für die Destructive Penguins, um in meinem Postfach zu landen.

Mit High On The Low kündigen die Niederländer ihre zweite EP High/Low an, die am 23. Februar erscheint. Rotzige Stimmung, herrlich warmer Sound, fette Bläser, eine ausgiebige Dub-Strecke, großartig.

Und die Typen dazu: eine Mischung aus britischer Arbeiterklasse und deutscher Cloud-Rap-Jugend. Auch wenn es in High On The Low um die dunkle Seite des Künstlerlebens geht, macht mir das Lied dufte Laune.

„They don’t understand what its like to be me. The energy on stage is all they see. They don’t know nothing about my fatigue and my loneliness.“

Klingt nach den Worten eines abgerockten Popstars und nicht nach der Blüte des Lebens. Die Destructive Penguins sind erst seit 2013 unterwegs. Im vergangenen Jahr haben sie aber fast 50 Konzerte gespielt, inklusive Penguin Summer Tour durch Frankreich. Da kann man schon mal müde sein.

Leider ist High On The Low das einzige Reggaelied auf der EP (zumindest beim Promo-Material). Der Rest ist jazziger bis gitarrenlastiger HipHop, den die Pinguine auch sehr gut spielen. Ihre erste EP Walkin’ könnt ihr euch auf Soundcloud anhören.

Falls ihr Niederländisch beherrscht, hier lest ihr ein Review zur High/Low EP.

2 Kommentare zu “Die Destructive Penguins rechnen mit dem Künstlerleben ab

  1. Thomas
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    Dick! „Rotzig“ beschreibt es wirklich exzellent. Die abgefuckte Ästhetik der Jungs hat außerdem was von diesem ganzen 90’s Revival, das gerade in Gang kommt. Würde auch gut nach Manchester passen… Mi rate dat!

     
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    1. Nils Socialdread
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      Hi Thomas, ich liebe dieses Dreckige in der Musik. Das ist gefühlt noch Leben in der Bude.

       

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