Geheimtipp: Dionne Reid – Soundcheck Mixtape

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Dionne Reid / Soundcheck Mixtape

Dionne Reid hat sich ein paar Riddimklassiker geschnappt und mit frischen Lyrics neu aufgenommen, Do-It-Yourself-Stil in ihrem Schlafzimmer. Wunderschöner Soulgesang trifft auf Reggae und Dancehall alter Schule.

Auf dem Soundcheck Mixtape lebt die Sängerin aus London ihre musikalischen Vorlieben voll aus und beweist, dass der Reggae Grammy aktuell echt keine Messlatte für gute Musik ist.

In einem Interview mit The Voice erzählte Dionne, dass sie eigentlich Turnerin werden wollte. Aufgrund gesundheitlicher Probleme wurde daraus nichts. Dann hörte sie Lauryn Hill und machte lieber Musik. Eine gute Entscheidung.

Dionne Reids musikalischer Werdegang

2012 erschien ihre erste EP S.M.I.L.E., die schon Reggaeeinschlag hatte. Unter anderem ist eine großartige Version von Barrington Levys Here I Come drauf, inklusive „… Schibilibab …“ und „… Wiiijuu Wiiijuu …“

Im selben Jahr nahm sie mit Randy Valentin Someone Else’s Girl für dessen Bring Back The Love Mixtape auf. 2013 folgte eine Kombination mit dem Londoner Rapper Incisive und Julian Marley.

Ein Jahr später kam bei Tuff Scout das ziemlich geile She Can’t raus. Das Instrumental klingt etwas nach dem unsterblichen Unchained Riddim.

Ihr Soundcheck Mixtape erschien bereits im September 2016. Aber wie es halt so ist: Wenn du ohne kräftige Label-Maschine im Rücken veröffentlichst, dümpelt gelegentlich auch die beste Musik einfach vor sich hin.

„Manchmal muss du dich einfach von der Musik führen lassen. Mir ging es mehr um die persönlichen Erfahrungen als darum, die Massen zu bespielen“, schrieb mir Dionne per E-Mail. „Für mich fühlte es sich sehr natürlich an, das Mixtape so zu veröffentlichen, wie ich es getan habe.“

Stalag, Bam Bam und dieses eine HipHop-Instrumental

Mit den Instrumentalen, die sie für das Soundcheck Mixtape gewählt hat, ist sie aufgewachsen: Dawn Penn No, No, No, Chaka Demus & Pliers Murder She Wrote, Tenor Saw Ring Di Alarm, Slim Smith My Conversation.

Und dann gibt es da noch diesen einen besonderen Track. Ihr kennt das: Ein Melodie oder eine Beat rotierten durch euren Kopf. Ihr habt es garantiert schon mal gehört, kommt aber absolut nicht drauf, wo das war.

So ging es mir ein paar Tage mit dem Instrumental, das Dionne Reid für Testing nutzt. Auch das ist ein Klassiker, auf dem Talib Kweli, Mos Def und Common vor über zehn Jahren Respiration rappten.

Ach ja, Dionne Reid hat keine familiären Beziehungen zum legendären Duke Reid aus Jamaika, „… aber vielleicht ist er ein geheimer entfernter Verwandter von mir.“

Ich wünsche mir auf jeden Fall mehr Musik von ihr und wenn es euch auch so geht, verbreitet ihr Mixtape.

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