Heute mal HipHop: Lena Stoehrfaktor – Das Brückenmassaker

Für heute stand ein anderer Beitrag im „Redaktionsplan“, aber dann hat Filou voll lobender Worte dieses dufte Stück Berliner Musik geteilt. Ich hör ja viel deutschen HipHop, gern auch Untergrund, aber Lena Stoehrfaktor ist mir neu.

Das Brückenmassaker ist musikalisch eine Bläser-Attacke à la MOOP MAMA und geht inhaltlich voll ins Gesicht sexuell übergriffiger Typen.

Starke Stimme. Starke Technik. Starker Text und sehr persönlich dazu, denn Lena Stoehrfaktor wurde selbst bereits belästigt und angegriffen. Für das Musikvideo kehrt sie zurück an den Tatort, die Warschauer Brücke in Berlin, und haut Zeilen wie diese ins Gelände:

„Wenn Herrenmenschen es krachen lassen, sind alles Fotzen außer Mutti, weil sie ihnen das Essen machen.“

Das sitzt, vor allem auf dem duften Instrumental von TAPETE.

Herrlich ehrlich, normal und direkt raus. Eine dufte Gegenspielerin zu den hippen, durchgedrehten Rap-Mädchen, die sich gern mal als harte „Bitches“ inszenieren. Und auch mal was anderes, als drogentriefender Männerrap mit Pistolen und Mietautos.

Lena Stoehrfaktor werde ich ab jetzt auf dem Schirm haben und mich erstmal mit ihrem 2016er Album Gott im Himmel, Leichen im Keller beschäftigen.

Wenn ihr mehr über Lena Stoehrfaktor wissen wollt, empfehle ich euch das Audio-Interview bei Fritz Unsigned.

Schreibt mir mal in die Kommentare, ob ihr mit dieser Musik etwas anfangen könnt.

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