Jim The Boss hat den Hudson Soul (Review)

Kategorien Alben & EPs, Gute Musik
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Ich bin verliebt. Jim the Boss bringt auf seinem Album Hudson Soul die Wärme der 1970er zurück.

Ein Geheimtipp für alle Roots Reggae und Dub Freunde unter euch – und definitiv auf meiner Jahresbestenliste verewigt.

Hudson Soul im Gesamteindruck

Es ist immer wieder schön, Menschen wie Jim the Boss zu entdecken. Produzent, Multi-Instrumentalist, Live-Dubber und vielleicht ein bisschen Nerd. In New Jersey betreibt er ein Aufnahmestudio, das leicht nach Museum aussieht. Seine Effektgeräte hat er selbst gebastelt, die Mikrofon umgebaut.

Acht von neun Lieder auf Hudson Soul sind in diesem Studio entstanden. Jim hat sie entweder selbst- oder mitgeschrieben, teilweise allein und gemeinsam mit seiner Studioband eingespielt. Der Boss beherrscht unter anderem Klavier, Orgel, Gitarre und Schlagzeug. Gedubbt hat er das Ganze auch noch. Wahnsinn.

Eingängige Bassläufe, beschwingte Orgeln, hier und da eine Echofahne. Keine großen Experimente, nur solider Roots und Dub. Auf den wenigen Vocaltracks sind die Stimmen auch eher Effekte.

Wenn ihr The Lions kennt und mögt, ist Hudson Soul für euch gemacht. Drüber bei NiceUp und Reggae Roots Review sind sie auch sehr begeistert.

Lieder, die ihr auf Hudson Soul hören solltet

Take over feat. Jah Adam: der einzige vollwertige Vocaltrack auf dem Album. Jah Adam aus Kalifornien deejayt entspannt über das Instrumental, fröhlich begleitet von der Orgel. Ein Künstler, den ich mir merken muss.

Type A feat. Viktor Rice und David Hillyard: verglichen mit den anderen Liedern ein eher experimentelles Stück. Viktor Rice hat den treibenden Riddim produziert, David Hillyard (u. a. Mitgründer der The Slackers) spielt Saxophon, Jim the Boss dubbt.

Die tragische Seite des Projekts: Alle Einahmen gehen an die Familie des Sängers Dan Klein (The Frightnrs), der kürzlich aufgrund einer unheilbaren Krankheit starb. Ein Grund mehr, die Platte zu kaufen.

Trackliste: Jim The Boss – Hudson Soul

  1. Take Over feat. Jah Adam
  2. Type A feat. Viktor Rice & Danny Hillyard
  3. Dark Art
  4. Alkaline Girl feat. Jah Adam
  5. In My Soul feat. Ptah Kruud
  6. Spectro-Chrome feat. Kiwi
  7. Oatmeal
  8. Fire Alarm
  9. Le Ondes

Ihr habt was zu ergänzen? Schreibt es gern in die Kommentare.

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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