Junior Dread / No War – Brasilien trifft UK

Kategorien Gute Musik
junior dread no war, reality shock records
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Junior Dread / No War (Reality Shock Records, 2015)

Wenn überall auf der Welt Krieg herrscht, muss es die Musik wieder richten. Kris Kemist und Solo Banton haben sich den brasilianischen Reggaekünstler Junior Dread geschnappt und das schwergewichtige No War produziert.

Ich habe schon auf neues Material von Reality Shock Records gewartet. Kris und Solo haben es mit No War wieder geschafft, britischen Steppers mit jamaikanischem Roots Reggae zu verbinden. Nicht zu industriell, nicht zu weichgespült.

Der Brasilianer Carlos „Junior Dread“ Cresio ist genau der richtige Mann für das Instrumental. Nicht zu zart, leicht kratzig. Seit 1998 ist er in der brasilianischen Reggaeszene aktiv. Inzwischen ist sein Talent auch bei europäischen Labels gefragt.

Im vergangenen Jahr hat Cubiculo Records mit dem Junior die Crucial Stepper EP veröffentlicht. Für Mungo’s HiFi und Gorgon Sound hat er auch schon aufgenommen. Mir gefällt auch sehr, wie Junior Dread muttersprachlich abgeht. Não Deixe De Lutar ist brachial!

Zurück zur 10inch No War. Mit dem Lied bekommt ihr noch die drei Dubs Stop War, Cease War und End War. Schön anzuhören, aber wie Karsten hätte ich mich über einen weiteren Künstler gefreut. Reality Shock Records hat ja genug im Stall, zum Beispiel YT oder Solo Banton selbst.

Ob das Lied nun wirklich Kriege beendet, bezweifle ich. Aber vielleicht müsst ihr es einfach nur oft genug und laut genug spielen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

#EeneLiebe

Nils. Ohne E. Mit Hut.
Schmeißt den Laden hier. Mag Reggae und Rub-a-Dub mit Bass. Und manchmal HipHop. Liebt echte Soundsystems. Schreibt auch für's Riddim Magazin. Musiktipps gern an: nils(at)houseofreggae(dot)de

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