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Berlin Boom Orchestra fährt zum European Reggae Contest

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Berlin Boom Orchestra liveDas Berlin Boom Orchestra ist der deutsche Reggae-Act beim European Reggae Contest 2009. Am vergangenen Freitag hat die Band das nationale Finale im Yaam in Berlin gewonnen. Im bayrisch-preußischen Endspiel trat das Boom Orchestra gegen Sara Lugo, Ephraim Juda & 40Fiyah Band und Uwe Kaa & One Drop Band an. Houseofreggae.de war mit der Kamera dabei.



Eine verrückte Geschichte: Ursprünglich stand das Berlin Boom Orchestra gar nicht auf der Teilnehmerliste und dann gewann die Band das Final. Was war passiert? Die italienischen Organisatoren sollen sich nach dem Online-Voting verrechnet haben. Das Berlin Boom Orchestra war draußen, Sängerin Sara Lugo war drin. In Berlin durften beide antreten.

Die erste halbe Stunde des Finals gehört Sara Lugo aus München. Mit gefühlvollen Reggae-Tunes tastet sich die Sängerin an das Berliner Publikum heran, fordert zum Mitsingen auf. Die träge Masse, für Berliner Verhältnisse ist es um diese Uhrzeit tatsächlich fast eine Masse, springt nicht sofort an. Sara Lugo ist noch keine Persönlichkeit, die mich in ihren Bann zieht. Auf der Bühne mit sieben Musikern geht sie fast unter. Singen kann Sara Lugo auf jeden Fall und ich denke mal, dass ihre Zeit noch kommen wird.

Sara Lugo live im Yaam

Foto: Sara Lugo

Sara Lugo live mit Band

Foto: Sara Lugo mit Band

Gegen 22.15 Uhr läuft das Berlin Boom Orchestra auf, die größte Band des Abends mit neun Musikern. Eine komplette Horn-Section ist da, ein Mann an den Percussions, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keys und natürlich der Frontmann mit Band-Schlips. Das Berlin Boom Orchestra macht gleich Druck und das Publikum ist sofort dabei. Hier spielt ein Favorit. Die Band mischt Reggae, Ska und Dancehall, spielt mit Dub-Effekten und der Frontmann spielt auf der Fidel.

Berlin Boom Orchestra mit der Fidel

Foto: Berlin Boom Orchestra mit Fidel

Berlin Boom Orchestra Frontmann

Foto: Berlin Boom Orchestra Frontmann

Berlin Boom Orchestra Horn-Section

Foto: Horn Section

Sehr sympathisch ist mir der Mann an den Percussions. Gepflegt im Anzug holt er aus allen möglichen Instrumenten Töne raus. Ein bisschen verrückt sieht er dabei aus, verrückt nach guter Musik. Fast jedes Mitglied des Orchesters darf ein Solo spielen, dann noch eine Zugabe und es ist vorbei.

Berlin Boom Orchestra Percussion-Mann

Foto: Mann an den Percussions

Ephraim Juda & 40Fiyah Band entern die Bühne. Der Sänger verschafft sich erstmal Platz und stellt den Mirkofonständer zur Seite, damit er bei seinen Songs herumtigern kann. Vor der Bühne versammeln sich ein paar Mädchen, wahrscheinlich Groupies. Ephraim Juda macht vor heimischem Publikum eine gute Show.

Ephraim Juda 40Fiyah Band live

Foto: Ephraim Juda & 40Fiyah Band

Mich reißt er nicht mit, ich habe mit ihm das „Gentleman-Problem“: ein Deutscher, der jamaikanisch klingen will. Seine Patois-Texte verhindern stellenweise, dass das Publikum mitsingt. Am Ende haut die 40Fiyah Band einen rockigen Jump Up raus. Das wird nicht reichen, um zum European Reggae Contest nach Italien fahren zu können.

Ephraim Juda 40Fiyah Band

Foto: Ephraim Juda an der Front

Kurz vor zwölf Uhr stellt Ganjaman den letzten Finalisten vor: Uwe Kaa & One Drop Band. „… Einer meiner besten Kollegen …“, „… abgeräumt beim Riddim-Leserpool …“, in der Bühnenecke macht Uwe Kaa lustige Gesichter. Das Yaam ist jetzt randvoll dicht. Uwe Kaa startet mit „Freundin“ und löst gerade mal ein paar schwingende Hüften aus. Schade, denn ich freue mich riesig, den Münchner endlich live zu erleben.

Uwe Kaa One Drop Band vor dem Yaam

Foto: Uwe Kaa und One Drop Band vor dem Konzert

Langsam kommt mehr Bewegung ins Publikum, Uwe Kaa und die One Drop Band ziehen das Tempo an. Von R&B über Reggae bis Drum & Bass spielen sie alles. Beeindruckt muss ich lachen, als Uwe Kaa bei „Nie Genug“ den schweizerdeutschen Part von Phenomden singt. Große Musik ist das. Die One Drop Band rockt noch einmal mit „Seven Nations Army“ von den White Stripes, dann ist auch für sie Schluss.

Uwe Kaa und One Drop Band

Foto: Uwe und One Drop Band

Uwe Kaa rockt im Yaam

Foto: Uwe Kaa im Yaam

Übringens: Bei Youtube habe ich Videos von Sara Lugo, Berlin Boom Orchestra und Uwe Kaa hochgeladen. Check www.youtube.com/RogReggae.

Mehr Infos:

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4 Reaktionen zu “Berlin Boom Orchestra fährt zum European Reggae Contest”

  1. FlyingIngo

    Hey, schöne Fotos und auch schöne Videos. Ich fand die Konzert alle ganz gut. Das Boom Orchestra hat auf jeden Fall verdient gewonnen, obwohl auch der Uwe Kaa cool war. Den kannte ich vorher noch gar nicht.

    Bin mal gespannt, was Berlin Boom in Italien holen werden.

    Grüße, Ingo

  2. Phil

    Wer hat denn so nen subjektiven bericht geschrieben? Das bringt mir als Leser doch nix, dass ich jetzt deinen Musikgeschmack kenne!!!

  3. Roger Reggae

    Hallo Phil,

    vielen Dank für deine Meinung. Fast Jeder Artikel auf Houseofreggae.de ist persönlich gefärbt. Einen objektiven Eindruck bekommst du, wenn du dir die Videos zum European Reggae Contest anschaust. Den Link findest du oben.

    Viel Spaß und einen schöne Tag,

    Roger Reggae

  4. Berlin Boom Orchestra im Interview » Reggae Blog

    [...] auf dem dritten Platz gelandet. Nach der ganzen Aufregung war es dann einfach nur noch toll, das Final-Konzert im YAAM zu spielen. Die Stimmung war super, die anderen Bands haben uns sehr gut gefallen und die [...]

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