Garance Reggae Festival 2012: Tag 1

Garance Reggae Festival 2012

Vom 25. bis 28. Juli fand das Garance Reggae Festival in Bagnol-Sur-Ceze statt. Ich war für House of Reggae in Südfrankreich mit dabei und habe viele Eindrücke im Gepäck.

„Wenn du ein Roots Reggae Line Up der Extraklasse sehen möchtest, dann musst du zum Garance Reggae Festival nach Südfrankreich fahren!“ Solche Aussagen hört man bei Gesprächen über die Festivals des anstehenden Sommers oft. Schaut man sich das Künstleraufkommen der letzten beiden Jahre an, treffen diese Aussagen zu. Auch die diesjährige, 3. Edition mit viertägiger Organisation im Park Arthur Rimbaud bot eine große Dichte an in die Jahre gekommenen Veteranen.

600 Kilometer Minimum

Vor dem Vergnügen kommt aber zunächst die Arbeit in Form der weiten Anfahrt. Diese beträgt, wo auch immer man in Deutschland wohnt, nie unter 600 Kilometer. Bei der Ankunft herrschten teilweise chaotische Verhältnisse. Es war kein gesonderter Camping-Bereich für Busse und Wohnmobile zu finden. Für viele blieb daher nur die Möglichkeit, ihre Vehikel auf dem großen Sammelparkplatz abzustellen und mit Zelt und Gepäck den Campingplatz zu betreten.

Garance Reggae Festival Stage
Festival Bühne

Hier boten zwei mit Bäumen umringte Grünflächen Platz für ca. 5.000 Zelte. Schattenplätze waren rar und schon komplett besetzt, denn das Areal öffnete bereits zwei Tage vor Festivalbeginn seine Pforten. Trotzdem konnte man problemlos einen für sich geeigneten Platz, auch für mehrere Zelte, finden. Wessen Körper nach der anstrengenden Fahrt und dem Zeltaufbau eine Stärkung verlangte, der füllte den Speicher an den Essensständen auf dem Campinggelände oder später im Festivalgelände wieder auf.

Jamaican All Stars und Legends

Täglich um 17 Uhr öffnete das Festivalgelände die Tore. Durch die Strapazen der Anreise, des Gepäck-Schleppens und des Zeltaufbaus in glühender Hitze fiel eine genaue Erkundung des Geländes für viele vorerst flach. Es blieb also nur der direkte Weg zur Bühne, wo „The Jamaican All Stars“ eine Reise durch die jamaikanische Musikgeschichte der vergangenen 30 Jahre spielten.

Jamaican All Stars
Jamaican All Stars
Sly & Robbie
Sly & Robbie

Viele freuten sich auf den Auftritt der genialen Musiker Sly & Robbie. Gemeinsam mit dem Gitarristen Ernest Ranglin und dem Keyboarder Tyrone Downie wurden sie als „Jamaican Legends“ angekündigt und spielten eine solide Show mit allgegenwärtigen Riddims. Einzig ein Sänger fehlte, um die Sache perfekt abzurunden.

The Gaylads im Rocksteady Rausch

Nach einer guten Performance der I Trees feat. Marcia Griffiths, Rita Marley und Pam Hall durften The Gaylads am ersten Abend headlinen. Harris Seaton, Maurice Roberts und Randall Thaxter versetzten gemeinsam mit der Roots Harmonics Band die Massive in einen Rocksteady Rausch, wie ihn Frankreich lange nicht mehr erlebt hat. Der Hit „Joy In The Morning“ war der perfekte Abschluss.

I-Trees (Marcia Griffiths, Rita Marley, Pam Hall)
I-Trees (Marcia Griffiths, Rita Marley, Pam Hall)
The Gaylads
The Gaylads

Wer musikalisch immer noch nicht gesättigt war, den zog es bis in die Morgenstunden an die Dub Station zu den tiefen Bässen das Blackboard Jungle Soundsystem. Demnächst geht es weiter mit Tag 2 auf dem Garance Reggae Festival 2012.

Weck die Stadt und sag's den Leuten

Martin

Über

Roots, Dub, Foundation, Early Dancehall - die Reggae Welt ist groß, bunt und mehr als nur meine Leidenschaft.

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