Ziggi – In Transit: Album Review
Tags:anthony b, cecile, gentleman, greensleeves, rootdown records, ziggi
Wir haben Gentleman, die Niederländer haben Ziggi a.k.a. Ziggiman. Der Reggae-Sänger hat am Freitag sein zweites Album „In Transit“ (Rock ’N Vibes / Greensleeves) veröffentlicht. Neben Hit-Tunes, die vielleicht schon als Singles in eurer Plattenkiste liegen, hat Ziggi genug neues Material im Gepäck, um das Album interessant zu machen. Dazu gehören unter anderem Features mit Anthony B, Ce’Cile – und Gentleman.
Nach einem kurzen Intro am Flughafen, geht Ziggi auf die Reise. Seine Transportmittel sind vor allem sehr gut produzierte Modern Roots Riddims und eingängige Hooklines. Auf dem einstündigen Flug ziehen Bekannte vorbei wie „Need To Tell You This“ auf der „I Love“-Selection von Rootdown Records oder der Lovesong „Unconditional“ auf Supersonics „Devils Angel Riddim“.
Das französische Label Special Delivery steuert den „Seven Riddim“ für „Shackles & Chains“ bei und auch „Fight This Struggle“ aus der jamaikanischen Schmiede Al.Ta.Fa.An. dürfte bekannt sein. Muss bekannt sein, denn hier bringt Ziggi die ultimative Hymne für den Kampf gegen globale Erwärmung und Umweltverschmutzung.
Mit einer schmerzverzerrten E-Gitarre und eindringlichem Frauengesang zeichnet Ziggi in „Code Red“ ein blutiges und trauriges Bild vom Leben in der Stadt. „Cry Murder“ schlägt thematisch eine ähnliche Kerbe, ist mit seinen Hip Hop-Anleihen aber wesentlich clubfreundlicher. Als Bonus hat Ziggy den Tune noch einmal zusammen mit dem französischen Dancehall-Star Admiral T aufgenommen.
Und da fängt auch schon die Gäste-Liste an. Gentleman steuert zu „A Better Way“ seinen gewohnt leidenden Stil bei und bleibt damit weit hinter seinem niederländischen Sparringspartner zurück. Dancehall-Queen Ce’Cile verlangt in „Oh Yeah“ nach „… Ziggi Love“ – einer der wenigen Tunes, auf dem Ziggi seine Conscious-Schiene mal verlässt. Bleibt noch Anthony B, der auf „Blaze It Part 2“ die Vorzüge der Rauchware besingt.
Ein bisschen aus dem Rahmen der restlichen Produktionen fällt „Don’t Get Down“, in dem Ziggi mit dezenten Drummings und Akustikgitarre seine Mutter hochleben lässt.
Fazit: „In Transit“ ist ein Album auf Augenhöhe mit aktuellen jamaikanischen Produktionen. Die meisten Tunes funktionieren bei einer Clubtour ebenso gut wie auf einer Zugreise durch das wolkenverdunkelte Brandenburg.
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Trackliste: Ziggi – In Transit (Rock ‘N Vibes / Greensleeves)
- 01. Intro
- 02. When The Youth Cry
- 03. Need To Tell You This
- 04. Fight This Struggle
- 05. Code Red
- 06. Cry Murdah
- 07. Shackles & Chaines
- 08. A Better Way (feat. Gentleman)
- 09. Gonna Leave You
- 10. Oh Yeah (feat. Ce’Cile)
- 11. Blaze It Part 2 (feat. Anthony B)
- 12. Unconditional
- 13. Don’t Get Down
- 14. Good Over Evil
- 15. Burning Redda
- Bonus Track: Cry Murdah Remix (feat. Admiral T)
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