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Volker Beck und LSVD starten Anzeige gegen Sizzla und Amazon.de

Jamaikanischen Musikern kommt in diesen Tagen in Deutschland eine Aufmerksamkeit zu, die ihnen so nicht recht sein kann. Der Grund dafür sind einmal mehr homophobe Tendenzen in einigen Texten. Schwulen- und Lesbenverbände laufen zusammen mit der Politik Sturm gegen Konzerte von Dancehall-Artist Bounty Killer, verlangen Absagen und ein Einreiseverbot für den Künstler. Als nächsten könnte es Sizzla Kalonji treffen, der im Mai für drei Konzerte nach Deutschland kommen wird. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat nach eigenen Angaben bereits Anzeige erstattet – und zwar nicht nur gegen die Auftritte Sizzlas, sondern gleich noch gegen drei Online-Shops, in denen die sogenannte „Hassmusik“ verkauft wird.



Die Anzeigen richten sich gegen Amazon.de, Bol.de/Buch.de sowie Buecher.de. Unterstützt wird der LSVD von dem Grünen-Politiker Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher. Laut einer Pressemitteilung sei die Verbreitung von „Alben der einschlägig bekannten jamaikanischen Hass-Musiker Bounty Killer, Capleton, T.O.K., Beenie Man, Vybz Kartel, Sizzla“ ein Verstoß gegen die Paragrafen 111 und 130 StGB (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten bzw. Volksverhetzung). Ob die Anzeige etwas bringen wird, ist fraglich. Die beanstandeten CDs gibt es in jedem gut sortieren Musikgeschäft.

Gestern hat sich zudem der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch in die Debatte eingeschaltet. In einem Brief hat er den Dortmunder Club Live-Station aufgefordert, das für den 19. Mai geplante Sizzla-Konzert abzusagen. Zudem hat sich Kauch ebenfalls für ein Einreise-Verbot ausgesprochen. Fans können aber noch hoffen: Im Gegensatz zu Bounty Killer hat der Sänger Sizzla im Juni 2007 den „Reggae Compassionate Act“ unterschrieben und sich damit bereit erklärt, auf „Statements und Songs zu verzichten, die zu Hass und Gewalt aufrufen.“

Mehr Infos:

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10 Reaktionen zu “Volker Beck und LSVD starten Anzeige gegen Sizzla und Amazon.de”

  1. Jahflame

    Ich glaub der Hass kommt in diesem Fall von denen, die
    ihn in den anderen sehen.

    Put a fire pon Batty Boy heißt soviel wie werfe ein
    Feuer auf die Schwulen.
    Dabei steht das Feuer als methaphorisches Element
    für das reinigende Element der Liebe (!) welches
    dafür sorgt dass alle Dinge im Namen von Jah Rastafari
    ablaufen und ihm ehren.

    Also bitte, lasst Sizzla und Bounty touren die beiden
    habens sehr drauf und bevor man urteilt sollte man
    genauer hinhören.

  2. Rasta

    Ich finde diese schmierige Kampagne des LSVD eine riesen grosse Sauerei!!! Auch ich, der eine Behinderung im Gesicht hat wurde schon von homosexuellen Menschen ausgelacht und verspottet. Was mir bei keinem Afrikaner,Jamaikaner oder Reggae Artist passiert ist. Genau die (Homosexuelle), die so viel Tolleranz fordern, gehen auf andere Minderheiten los. Man sagte mir, ich als Behinderter stehe auf der Hackordnung ganz unten, noch unter ihnen, also sind sie besser dran als ich. Was für ein Gedanke. “Hackordnung”. Eine Rangliste zu erstellen wer besser dran ist und schlechter dran ist, ist nicht mein Syle. So was darf man nicht denken…..Bless up Bounty Killer and Sizzla Kalonji für weitere Konzerte…Stoppt die schmierige und verlogene Kampagne des LSVD!

  3. Bounty Killer CDs in Deutschland bald auf dem Index? » House of Reggae

    [...] auf offene Ohren. In der vergangenen Woche wurde ein Indizierungsverfahren beantragt. Wie Volker Beck auf seiner Webseite schreibt, teile Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen seine Ansichten [...]

  4. alex

    02.05.2008

    Einreiseverbot für Sizzla

    Europas Konzertsäle sind für Sizzla nun tabu.

    Der jamaikanische Staatsbürger Miguel Collins (Sizzla Kalonji) wird wahrscheinlich kein Einreisevisum für Deutschland erhalten. Das Bundesinnenministerium hat dem Lesben- und Schwulenverband mitgeteilt, dass aufgrund eines LSVD-Schreibens das für die Visaerteilung zuständige Auswärtige Amt “die erforderlichen ausländerrechtlichen Maßnahmen zur Verhinderung einer Einreise in den Schengen-Raum getroffen” haben. Darum hatte der LSVD vor gut einem Monat gebeten.
    (Quelle: queer.de)

  5. SoulRebel

    Ich bin ja der Meinung, dass sich die Herren von Politikern um wichtigere Dinge kümmern sollten als auf geniale Musiker wie Sizzla wortwörtlich einzuschlagen. 1. Musik ist Kunst
    2. Meinungsfreiheit?
    3. Immerhin in Jamaika eine Straftat!

  6. JahBless

    Hört genau hin!
    nix mit dem Feuer gegen Babylon, es gibt genügend andere Textstellen bei Sizzla, da er dazu auffordert, Schwule zu töten – “shoot battyman from de far”.

    Nein, ich bin nicht für Einreiseverbote (schließlich können wir auch nicht alle Homophoben aus dem Land schmeißen) – aber eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema muss her, bei der sich Reggae-Fans echt damit auseinandersetzen und den Artists klar machen, dass sie das nicht hören wollen.
    Es geht nicht darum, schwarzen Artists zu erzählen, was sie zu denken haben (das wäre Rassismus), wohl aber darum, die Bedingungen zu bestimmen, unter denen wir die Musik hören. Und schwulenfeindliche Texte gehören da für mich nicht dazu.

  7. Marc

    ganz ehrlich..was für eine hasskampanie unserer regierung ist das denn schon wieder…wir wollen anderen menschen verbitten in unser land ein zu reisen…weil sie eine andere meinung zu gewissen standpunkten haben und weil wir einfach gewisse textestellen falsch interpretiern..das ist doch absoluter schwachsinn…warum sorgen wir dann nicht dafür das ein Hr.Lunikov,Frontsänger der rechtsextremen Band Landser, aus Deutschland ausgesiedelt wird…ich glaube es gibt keinen einigermaßen klar denken deutschen bürger der sich mit so einer Person identifizieren möchte….Bless up Sizzla Kalonji our all bambaglad ..

  8. pascal

    ich habe vor 6 wochen bei amazon beztelt mit 24 lieverung und es ist immer noch nicht da

  9. JumpY

    keine frage, mordaufrufe in konzerten gehören verhindert…..

  10. Joshua Brown

    Hallo so ein kack gegen rassitische music gegen schwarze oda gegen nazis wird keine anzeige erstattet aber gegen jemanden der schwulenhass hat wird sofort anzeige erstattet das ist so lächerlich wie viele attacken von reggae artist oda leuten die reggae hören gab es gegen schwule bis jetzt und wie viele gab es zwischen nazis und ausländern, sizzla bekommt konzert verbot aber nazi bands und nazis gibt es keien verbote aber gegen reggae der viel hamloser ist . Zuerst spiel dann music die sie verbieten wollen …. lächerlichst

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