Reggae-Star Matisyahu gegen Pelzhandel
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Wer sich gerade nicht mit seiner Musik zum Stadtgespräch macht, braucht andere Wege. Reggae-Artist Matisyahu setzt auf Tierschutz. Vor kurzem hat er einen motivierenden Brief nach Israel geschrieben. Dort wird gerade diskutiert, ob der Pelzhandel im Land verboten werden soll.
„Ich hoffe, Sie teilen meine Auffassung, dass die Art und Weise, in der Tiere für den Pelzhandel leiden müssen und getötet werden, grundlegend gegen das Verbot der Tierquälerei (Tza`ar ba`alei chayim) verstößt,“ schrieb Matisyahu im Namen der Tierrechtsorganisation PETA USA nach Israel.

:: Matisyahu Pressefoto | www.matisyahuworld.com
Sollte das Gesetzt durchkommen, wäre Israel das erste Land, in dem Pelze weder produziert noch verkauft oder importiert werden dürfen. So ganz stimmt das aber nicht, denn die traditionelle jüdische Kopfbedeckung aus Pelz, der „Schtreimel“, bleibt unangetastet.
Ich frage mich gerade, ob Israel sich nicht besser um wichtigere Probleme kümmern sollte. Nein, ich möchte nicht politisch werden.
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ist doch die frage, aus welcher sicht das problem “wichtig” ist. die unmenschlichen praktiken in der pelzzucht sind auch wichtig für die leidenden lebewesen. die innenpolitischen konflikte in israel können nicht von heute auf morgen gelöst werden – und durch das pelzverbot wird dem friedensdialog wenig energie geraubt, glaube ich. dass der “schtreimel” die große, weil religiöse, ausnahme bildet, ist inkonsequent und unakzeptabel.