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Reggae, Ganja, Polizei: Drogenprobleme in Neumarkt?

PolizeiCannabis und Reggae gehören zusammen wie Rote Grütze und Vanillesoße. In unzähligen Songs wurde das „heilige“ Kraut besungen und auf fast jeder Reggae- oder Dancehall-Party zieht irgendwann ein Schwall des süßlichen Geruchs an einem vorbei. Vielleicht nicht mehr lange. In Neumarkt, einer Kreisstadt in der Oberpfalz, fanden in den vergangenen 14 Tagen der „Bob Marley Birthday Bash 2008“ und die „Sunhill Reggae Night“ statt. Die Bilanz: 25 Festnahmen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Wenn das in Deutschland die Runde macht, könnte die diesjährige Festival-Saison wesentlich unentspannter werden als sonst.



Eine Kreisstadt in Aufruhr

Neumarkt in der Oberpfalz muss man nicht kennen. Die fast im Herzen Bayerns gelegene Stadt hat 40.000 Einwohner, 16 Kindergärten, 15 Schulen – und eine sehr gewissenhafte Polizei (pixelio.de/Presse-Medienservice). Darüber beschweren sich zumindest die Veranstalter des „Bob Marley Birthday Bash“ auf ihrer Internetseite. Warum am 9. Februar so viele Ordnungshüter vor den Toren der Jurahalle standen, liest man in anderen Quellen. Die Mittelbayrische Zeitung berichtete am 12. Februar von 14 Festnahmen wegen des unerlaubten Besitzes von Rauschmitteln, neumarktonline.de titelte „Kiffer geschnappt“. Bei rund 600 Besuchern, die Veranstalter schätzen die Zahl auf 850, sei das „eine relativ hohe Quote“, bewertete Polizeirat Helmut Lukas die Lage.

Einzelne haben nichts gelernt

Zwei Tage später gab es eine Pressekonferenz. Darauf wiesen die Bash-Organisatoren zurück, dass es ein „erhebliches Drogenproblem“ gegeben habe. Sie distanzierten sich zudem von den 14 Festgenommenen. Die Neumarkter Polizei war anscheinend unbeeindruckt von der beschönigenden Rede und kreuzte am 23. Februar zur „Sunhill Reggae Night“ wieder vor der Jurahalle auf – in Uniform und zivil. Das Resultat: 11 Festnahmen. „Einzelne Besucher verbinden die Reggae-Musik nach wie vor mit Cannabiskonsum“, sagte Polizeirat Lukas später gegenüber der Mittelbayrischen Zeitung.

So wird es wohl auch bleiben, denn egal ob man raucht oder nicht: Cannabis und Reggae gehören zusammen wie Rote Grütze und Vanillesoße.

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4 Reaktionen zu “Reggae, Ganja, Polizei: Drogenprobleme in Neumarkt?”

  1. UsualRedAnt

    Es ist ja wohl die Höhe, dass sich die Veranstalter von den Kiffern “distanzieren”. Eigentlich hätte ich erwartet, dass sie den Polizeieinsatz kritisieren und nicht ihr eigenes Publikum opfern.

  2. laVie

    Viel zu krass wenn man bedenkt das bei der 2.Sunhill Reggae Night schätzungsweise 1300 Besucher da waren sind 11 Festnahmen ein Prozentsatz von 0,85%. Is schon echt ne große Bedrohung und Rechtfertigung staffelweise Polizei aufzufahren…

  3. LaSalita

    Hallo! Ich war letztes und dieses Jahr mit einer Band in Neumarkt auf der Sunhill Reggae Night. 2007 waren sehr viele Zivilpolizisten in der Halle und es war bekannt, dass Zuschauer festgenommen wurden. Dieses Jahr habe ich davon aber nicht soviel mitbekommen… Die Zahl von 11 Festnahmen in diesem Jahr find ich schon krass… aber die Veranstalter sollten zu ihrer Veranstaltung stehen, distanzieren kann sich ja jeder. Das find ich schon echt madig, aber mal gant ehrlich – bei dieser Veranstaltung hab ich nichts anderes erwartet. Neumarkt rockt auf jedenfall und ich nutze jede Gelegenheit um mit Bands wiederzukommen!
    Grüße!

  4. chill0r

    HAHA meine anzeige wurden fallen gelassen ^^

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