House of Reggae

Reggae, Dancehall und mehr ...


Bounty Killer im Konzert: Deutschland Tour 2008

Bounty KillerRodney Price a.k.a. Bounty Killer (Foto: ParkCom Music) ist mit Sicherheit einer der gefragtesten Dancehall-Artists bei der deutschen Konzert-Massiv. Ende März startet der Killer seine europäische “Deadly Alliance”-Tour in Großbritannien. An seiner Seite: Alliance-Kollege Mavado, Baby Cham, Spice und Einstein. Auf dem weiteren Plan stehen neben Konzerten in Frankreich, den Niederlanden, Italien und Belgien auch Shows in München, Berlin (abgesagt) und Köln (ersetzt durch Essen, abgesagt).



Wen Bounty Killer als Unterstützung mit nach Deutschland bringt, steht noch in den Sternen. Mavado wird nach dem Auftakt in Birmingham, Bradford und London wieder zurück in die Karibik fliegen, berichtet one876entertainment.com. Baby Cham und Spice sind bereits Anfang März auf der Madhouse Tour 2008 in Deutschland unterwegs (mehr Infos), werden also mit Sicherheit nicht noch einmal mitziehen. Bleibt nur noch der aufstrebende Dancehall-DJ Einstein übrig.

Konzert Termine: Bounty Killer Deutschland Tour 2008

  • 27.03.2008 Essen, JZE, abgesagt
  • 28.03.2008 München, Backstage
  • 09.04.2008 Berlin, Kesselhaus (Kulturbrauerei), abgesagt
  • 10.04.2008 Köln, Live Music Hall, entfällt

Update: Das Konzert am 10. April in Köln entfällt. Dafür wird Bounty Killer am 27. März in Essen auftreten. Tickets gibt es unter crossculchasound.de.

Update: Das Konzert am 27. März im JZE Essen wurde nach Protesten diverser Schwulen- und Lesbenverbände und Einwänden aus der Politik abgesagt.

Update (26. März): Das Konzert in Essen wurde entgültig abgesagt, trotz Verlegung in die Weststadthalle.

Update (1. April): Es ist kein Scherz. Das Bounty Killer Konzert in Berlin wurde heute abgesagt.

Mehr Infos:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (17 Bewertungen)

Ähnliche Themen:

Tags:, , , , , ,


Rootsinternationl.de


54 Reaktionen zu “Bounty Killer im Konzert: Deutschland Tour 2008”

  1. midget

    Gibt es schon Karten für Köln? … kann auf der HP ‘Live Music Hall’ nichts finden.

  2. Nils

    Moin Midget, bei Kartenhaus.de gibt es bisher nur Tickets für München und Berlin. Vielleicht kommt in den nächsten Tagen ja auch Köln dazu.

  3. BRU-to-the-NO

    Als Support-Act steht schon mal Einstein fest!

    Infos findest du hier:

    http://www.dancehallmusic.de/f.....adid=21971

  4. trusta

    Der Termin in Köln fällt definitv flach! Aber dafür wird es eine Show in Essen (Ruhrgebiet) geben.
    Infos gibt es unter solidrock-essen.de. VVk hat die Tage gestartet. In Essen sind auch Jagan ls Locina and Stoneman backed bei Makoka Band aus Belgien – und als Sounds Jahwed aus Belgien und als local support Stoojah und CrossCulcha dabei.

  5. admin

    Hallo trusta, vielen Dank für den Hinweis. Ich habe das gleich aktualisiert.

  6. fight homofobia

    Schwulenhass auf Deutschlandtour bei indymedia.org

  7. Bastian

    “Schwulenhass auf Deutschlandtour”

  8. Eman

    Hetzt ihr nachts auch schwule durch die Gassen eures Heimatortes:
    ein paar fakten die jeder wissen sollte der auf diese konzerte geht [...]

  9. afa

    Homophobie gehört nicht in die Musik. Die Texte könnten teilweise auch von Nazibands stammen. Denkt mal nach, wen ihr unterstützt.

  10. admin

    Lieber Franz Ellinghorst, liebe Leserschaft der Indymedia,

    Eure Kritik ist sicherlich berechtigt. Homophobie ist ein Problem auf Jamaika, das vor kurzem schon ausführlich (und einseitig) in dem Magazin Neon beschrieben wurde.

    http://www.houseofreggae.de/ne.....unity.html

    Daher nur ein paar Anmerkungen und Fragen:

    1. Warum muss für Eure Debatte immer ein Song herhalten, der 16 Jahre alt ist? Warum sucht Ihr Euch keine aktuellen Stücke? Die Songs von Bounty Killer, die im Artikel zitiert werden, stammen zum Teil noch aus dem letzten Jahrhundert: Another Level (1999), Mr. Wanna Be (1999), Look Good (2001). Aktualität würde der Diskussion mehr Sinn geben.

    2. Die vielzitierte Rastafari-Kultur hat auf Jamaika 24.000 gläubige Anhänger (2006, Auswärtiges Amt). Das sind 0,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die haben mit Sicherheit nicht dafür gesorgt, dass die Homophobie so tief in der jamaikanischen Kultur verankert ist. Zudem hat Bounty Killer so viel mit Rastafari gemein wie Fischstäbchen mit frischem Seelachs.

    3. Der Prozentsatz der Lieder, in denen Bounty Killer gegen Schwule hetzt, dürft ähnlich niedrig sein. Ihn deshalb mit einer Naziband zu vergleichen, scheint mir fraglich. Allerdings kenne ich mit mit Nazibands auch nicht aus und weiß nicht, in wie vielen Titeln sie gegen Ausländer hetzen. Ich nehme aber an, dass es deutlich mehr sind.

    4. Reggae und Dancehall haben mehr zu bieten als homophobe Texte. Das sollte auch in einem kritischen Text erwähnt werden.

  11. Franz Ellinghorst

    Hi Admin,

    gern gehe ich auf Deine Punkte ein:

    1.) ich finde nicht gerade das die Texte alt sind oder irgendwann verjähren. In dem zugegebenermaßen schnell recherchierten und geschriebenen Artikel habe ich keine Distanzierung von Bounty Killer zu den Texten gefunden daher gehe ich davon aus der dazu noch steht.

    2.) Der Artikel ist gegliedert und hat den Anspruch zumindest viele Aspekte in seiner Kürze einmal anzusprechen. Einen direkten Zusammenhang zwischen Bounty Killer und Rastafari habe ich nicht unterstellt. Es geht mir aber auch primär um die Texte die er singt.

    3.) Die Rechnung finde ich etwas seltsam. Wieviele Texte, die nicht zum Mord an Schwulen aufrufen muss man denn schreiben um einen Text, der zum Mord an Schwulen aufruft auszugleichen?
    Ich habe viele Texte von Nazibands gelesen und so schlimm die auch sind: Selbst dort habe ich nicht so einen unverhohlenen Hass auf Schwule (vielleicht auch wegen der Angst vor der Zensur) finden können.

    4.) Habe ich auch nicht behauptet

  12. Backstage

    Das Backstage Konzert wurde gecancelt!

  13. LUzi Fuzzy

    @admin schrieb am 13. März 2008 um 22:16 Uhr:
    heißt das Bounty Killer ist ein Fischstäbchen und Rastafari frischer Seelachs?

    Was für ein Fisch er ist, sei mir aber auch egal, ebenso wie ALLE die sich diese [...] antun – und deine lächerlichen stellvertretenden Entschuldigungen dieses Faschisten. Aber ich mein, wenn das auf Jamaika so ist, dann darf er das ja und deutsche Spinner im Namen der Toleranz dazu tanzen.

    Für pinkere Fischstäbchen und Seelachs!

  14. Bine vom Backstage

    Hallo ihr Lieben!

    Entgegen der Aussage von Kommentar Nr 12. findet das Konzert wie geplant im Backstage statt.

    Bine
    Backstage Concerts GmbH

  15. Conqueror

    die Diskussion wird immer ins Unendliche laufen…
    Jamaica hat andere Probleme als die Homophobie…
    Bsp: http://www.liveleak.com/view?i=a0e_1191860210

    Aber im ach so schönen Deutschland haben wir so ein schönes Leben, dass wir unsere Freizeit damit gestalten Konzerte abzusagen….

  16. Sandra

    So sehr ich Reggae mag,aber dieser Mensch ruft ua. zu Mord an Homosexuellen auf.So etwas ist nicht zu aktzeptieren.Da ich selbst schwule und lesbische Freunde habe,habe ich mich dazu entschlossen diesen Sänger zu meiden.
    Deutschland sollte zeigen,dass Hassprediger hier nichts zu suchen haben.

  17. Philipp

    Bevor ich meine Argumentation für einen anderen Umgang mit jamaikanischen Musikern,aber auch der gesamten Bevölkerung Jamaikas seitens der Schwulen und Lesbenverbände in Deutschland/Europa beginne,möchte ich klarstellen,dass ich die Texte veruteile und die “Batty Man” Tunes bewusst vermeide und mir mehr Aufklärung in der Allgemeinheit der ”Reggaesympathisanten” wünsche.

    Ich behaupte erstmal,dass niemand der Reggae bzw. Dancehall gerne hört,angefangen hat die Musik zu hören,weil sie Schwule und Lesben verurteilt.
    Ich habe vor ca. 7 Jahren angefangen Reggae intensiv zu hören und aufgrund meines Interesses an den Hintergründen der Musik mich auch immer genauer mit den Texten,Kultur und Geschichte der Insel/Bevölkerung befasst.

    Es ist wirklich schwer als Aussenstehender die Hintergründe zu erfassen und versuchen zu verstehen, und es ist schon paradox meinerseits auch noch Verständnis dafür zu erhoffen.
    Aber als Liebhaber des Reggae möchte ich versuchen die andere Seite zu erklären und den Dancehall aus dem Schatten rauszuholen in den er hineingedrängt wird(und alle Musikformen des Reggae mit ihm)

    Die Vorstellungen die in der Allgemeinheit über Reggae herrschen, sind wahrscheinlich auf die Klischees Frieden,Marijuana und Sonnenschein zu reduzieren.
    Dann ist man wirklich erstaunt wo denn dieser Gegensatz herkommt und dieser offene Aufruf zu Gewalttaten.
    Moment mal,wie passt das denn zusammen,eigentlich müssten Jamaikaner doch die friedlichsten Hängemattenschaukler der Welt sein?!
    Leider entspricht dies überhaupt nicht der Wirklichkeit(auf Jamaika werden jeden Tag im Durchschnitt ca. 4 Menschen ermordet)
    Die Texte die bei “uns” diese romantischen Vorstellungen erzeugen, werden nicht aus Erfahrung im täglichen Leben geschrieben,sondern aus der Hoffnung und dem sehnlichen Wunsch nach einer Veränderung die ein lebenswerte Form des Lebens auch nach Jamaica bringen soll.

    Jamaica hat zwei große Volksparteien und so wie diese sich gegenüber gespalten sind, so spaltet sie auch die Bevölkerung.
    “Jamaica is a paradise,but for those,who live there,it is hell”(Peter Morgan,Mitglied der Gruppe Morgan Heritage im Sommer 06 auf einem Konzert in Amsterdam)
    In diesem Punkt wird sich Jamaika nicht von anderen 3.Welt Ländern unterscheiden,aber es stehen nun mal nicht viele in diesem öffentlichen Fokus (wohl kein zweites so oberflächlich falsch beleuchtet)
    Die jamaikanischen Bezirke im allgemeinen, im Besonderen die Ghettos werden von realisierenden Gangs kontrolliert im Kampf um Macht und Kontrolle des z.B. Drogen und Waffenhandels.
    Weite Teile der Insel befinden sich also in einem dauerhaften “Gefechtszustand” und dieser Vulkan der so intensiv brodelt, spuckt fortwährend.

    Die (Reggae)Musik versucht sich als Katalysator mit Schlagwörtern wie Peace, Unity, Respect oder Bob Marley’s „One Love“.
    Dancehall aber kann auch ganz anders sein.Es ist Entertainment für die Menschen, aber es ist auch Competiton.
    Die besten Texte,die besten Styles entscheiden über den Hype und Erfolg – dem Ausstieg aus einer Armut die wenige andere Auswege als die Musik bietet.
    Somit entscheiden also auch die bestgeführten Angriffe, die auch gegen (verhasste) Minderheiten geführt werden,weil man somit die breite Masse hinter sich weiß,über Erfolg.
    Um den Hype auszulösen,werden aktuelle Themen,aber auch gerne „altbewährte“ Themen benutzt,um das erwünschte Ziel zu erreichen – gehört zu werden.
    Aber um Missverständnissen vorzubeugen,möchte ich sagen,dass Hass auf Homosexuelle nicht vordergründig erzeugt wird,weil es Erfolg bringt.
    Ich denke schon,dass viele Artists ihre Texte auch aus Überzeugung geschrieben haben.
    Denn für mich der wichtigste Hintergrund für diese Texte ist der Glaube,die Relgion.
    Jamaikaner, Schwarzafrikaner im allgemeinen, sind sehr gläubige Menschen.
    Sie legen ihre Hoffnung in Gott – das politische System Jamaicas,aber auch das der gesamten Welt versagt,wenn so viele Menschen auf der Strecke bleiben.
    Arme,enttäuschte Menschen sind für Demagogie bzw. Heilversprechungen am anfälligsten und so wird die Kirche und ihre Lehren aus tiefster Überzeugung von Generation zu Generation weitergereicht und vorbehaltlos verinnerlicht und gelebt.

    Die Menschen verlangen auch nach diesen Texten und die Künstler „stillen dieses Verlangen“, das ist Geschäft.
    Wenn nun jemand Schwule und Lesben „verbrennt“,dann ist das kein Aufruf zum Mord.
    Es ist lyrisch zu interpretieren,nach dem Grundsatz „Words“ „Powers“ and Sound“,dass das Wort die stärkste Waffe ist.
    Sie sprechen sich in einer äußerst radikalen Form gegen Menschen aus,die gegen ihre tiefsten Überzeugungen handeln.
    Die Leute werden auch dadurch zu unterhalten und von sich zu überzeugen versucht,um von den alltäglichen Problemen abzulenken, um sie aus der Tristesse herauszureißen und um Anerkennung/Erfolg zu haben.
    Aber die meisten Jamaikaner haben wie die meisten anderen Menschen auch kein Interesse an Gewalt und Mord.

    Die Realität ist aber,dass es auf Jamaica Übergriffe und Morde an Homosexuellen gibt und die Musiker nutzen ihre Macht auch nicht zur Aufklärung – sie wissen es selber nicht besser.
    Realität ist aber auch,dass die Gründe für die Texte sehr viel tiefer liegen und dass es nicht hilft den Musikern die Auftritte hier zu untersagen(sehr wohl aber den Gebrauch von diskriminierenden Äußerungen)
    Denn damit erreicht man keine Zustimmung bei den Betroffenen(den Hörern) für die Anliegen der Verursacher.
    Viel wichtiger wäre es Prävention zu leisten – keinem Homosexuellen in Jamaica ist geholfen,wenn Musiker Auftrittsverbote in Europa erhalten – aber Aufklärung seitens der Kirche oder noch viel wichtiger die wirklich Probleme des Landes zu lösen,das hilft,denn dann ist das Interesse an den homosexuellen Neigungen von Mr…. nicht mehr vorhanden,denn dann brauchen die Menschen keine Ablenkung im Alltag und keine Gelegenheiten ihren Frust und Hass über die Ungerechtigkeiten in ihrem Leben an anderen auszuleben.
    Die Künstler(und deren Portmonee) interessiert es nicht,ob sie in Deutschland nicht mehr auftreten dürfen,aber die Fans und die sollten nicht Opfer sein.
    Keiner hört Reggae/Dancehall, weil er gerne hört wie gegen Schwule und Lesben gehetzt wird,aber auch kein Künstler macht die Musik um der Gesellschaft die Neuigkeit mitzuteilen,dass Homosexualität von der Bibel verurteilt wird.

    Ich verurteile jede Form von Populismus und Pauschalismus um damit auf „Meinungsmache“ zu gehen,weil sie für Unwissende eine objektive Auseinandersetzungen mit einem Thema nicht mehr zulässt oder zumindest erheblich erschwert.

    Bei all den Erklärungsversuchen und Kritik am Dancehall darf aber auch nicht vergessen werden,dass auch Dancehall nicht gleich Dancehall ist und Künstler nicht gleich Künstler ist – dass ich gerade nur einen Aspekt genauer erwähnt habe.

    Ich beanspruche keinerlei Vollständig- oder Richtigkeit bei einem Thema,das so komplex ist,dass so viel Brisanz hat und schon so viele Diskussionsrunden,Foren und auch das Fernsehen erreicht hat,aber als Reggaehörer habe ich versucht mir diesen Aspekt der Musik und Kultur zu erklären und bin so für mich ein Stück näher gekommen.

    Abschließen möchte ich also mit der Frage, ob sich die Schwulen und Lesbenverbände mit Ihren schon durchgesetzten Konzert-/Tourneeabsagen und der fortgesetzten Bekämpfung Verständnis erhofft bei der Zielgruppe die auch eigentlich Ihre sein müsste,den Reggaehörern oder ob es nicht nur den Graben verbreitert und eine andere Herangehensweise an das Thema notwendig ist?
    Aufklärung ja bitte,aber kein Populismus mit dem gleichen aufhetzenden Mitteln wie die Künstler sie benutzen.

  18. Dialog23

    Zitat:
    …keine Distanzierung von Bounty Killer zu den Texten gefunden daher gehe ich davon aus der dazu noch steht.

    Ich vermute hättest Du welche gefunden, hättest du dein Statement trotzdem auf die selbe Art und Weise geschrieben. Elephant Man z.B. hat sich öffentlich distanziert (siehe ARTE SummerJam Dokumentation) und trotzdem wird er erwähnt. Auch Buju Banton gesteht seine Jugendsünden ein. Das Problem ist leider viel zu tief in der jamaikanischen Kultur verwurzelt und kann mit Auftrittsverboten einiger Dancehall-Künstler bestimmt nicht gestoppt werden. Das Problem soll auf keinen Fall totgeschwiegen werden und ein offener Dialog ist bestimmt erwünscht, doch besteht ein Dialog immer aus zwei Gesprächspartnern…gelle.

  19. admin

    Lieber Franz Ellinghorst,

    vielen Dank für Deine Antworten, auf die ich gern eingehen möchte.

    1. Einen Text mit “Schwulenhass auf Deutschlandtour” zu betiteln und dann zuzugeben (danke für die Ehrlichkeit!), der Artikel “sei schnell recherchiert und geschrieben” (erkenntlich an den vielen flüchtigen Rechtschreibfehlern) spricht nicht für eine kritische Auseinandersetzung, sondern für Meinungsmache. Wenn du mehr hättest bewegen wollen, hättest du sicher mehr Zeit investiert.

    2. Dass es dir dabei primär um die Texte von Bounty Killer geht, ist für mich nicht ersichtlich. Dein Artikel schlägt gegen alles und jeden. Natürlich braucht Journalismus Hintergründe. Im konkreten Fall hättest du aber besser im Dancehall-Umfeld recherchieren und dich darauf beschränken sollen, warum homophobe Texte gerade in diesem Bereich so populär sind.

    3. Zugegeben war die Rechnung ein Schnellschuss, und ein schwulenfeindlicher Text lässt sich natürlich durch Liebeslieder nicht ausgleichen. Nur hinkt mir der Vergleich mit Nazi-Bands gewaltig. Zumal sich deren Hass wohl weniger gegen Schwule als gegen Ausländer richtet. Wie häufig hat man die Schlagzeile “Nazis verkloppen Schwule” gelesen, wie oft schreiben die Zeitungen über rechtsmotivierte Gewalttaten gegen Ausländer?

    4. Selbst ein kritischer Text sollte immer beide Seiten beleuchten. Sonst bleibt er Populismus.

  20. harry

    also ich glaub dass keiner der an dem abend anwesenden gäste schwule hasst(besonders weil ich kein fall von übergriffen zwischen reggae fans und schwulen in deutschland kenne) weil bounty ma irgendwann sowas gesungen hat sondern eher weil sie sinnlos gegen eine musik richtung vorgehen die die welt bewegt hat (was man von deren einrichtung nicht grade sagen kann) anstatt ihren tatendrang mal konstruktiv zu nutzen. meiner meinung nach schießen die sich da ein eigentor.
    und die einzigen die in diesem fall aggressiv vorgehen seid ihr liebe schwulenorganisation was auch immer. gibts denn da keine friedliche möglichkeit wie zb ne vertragliche maulsperre. Nein, ohne scheiß… wenn ihr langeweile habt strickt n pullover.

  21. klaus & mirko

    kein geld für leute die aufrufen schwule zu verbrennen! die veranstalter sollten diesen leuten zeigen, dass sie in deutschland unerwünscht sind! so lang wie sie ungestraft zu verbrechen aufrufen können und damit auch noch geld verdienen können, so lang haben die in deutschland nichts zu suchen! dabei spielt es auch keine rolle zu welcher zeit welche lieder gesungen worden sind! die einstellung und weigerung den so genannten reggae compassion act zu unterschreiben zeigt doch den wahren charakter von rodney price! wer solchen leuten die möglichkeit gibt sich in der öffentlichkeit als künstler feiern zu lassen, macht sich eigentlich mit schuldig am tod von verbrannten schwulen!

  22. admin

    Lieber Leser,
    mich haben folgende Mails erreicht:

    1. “Ich fordere Sie auf , diese Veranstaltungen abzusetzen! Als Veranstalter habe sie die Macht Veränderungen durchzusetzen! Sollte sich einer wie Rodney Price weiterhin weigern die Reggae Compassion Act zu unterzeichnen, so darf diesen Mensche keine Auftrittsplattform in Deutschland geboten werden! Wer es diesen Menschen doch ermöglicht, trägt die Schuld mit an weiteren Opfern von schwulen in Jamaika!
    Mit verärgerten Grüßen
    Rainer Schmitt -Insel Usedom”

    2. “guten tag!
    hiermit fordere ich sie als veranstalter auf den “künstler” rodney price zu zwingen den so genannten reggae compassion act zu unterzeichnen! sollte er sich dieser aufforderung wiedersetzen müssen sie ihrer verantwortung als veranstalter nachkommen und den vertrag kündigen!

    wer als veranstalter solchen leuten möglichkeiten bietet sich als “künstler” feiern zu lassen, macht sich gleichfalls schuldig am mord und verbrennung von schwulen! es spielt keine rolle zu welchem zeitunkt ein lied gesungen wurde, wenn er sich weigert den reggae compassion act zu unterzeichnen, so steht sein wahrer charakter doch fest!
    mit freundlichem gruß
    klaus & mirko rehfeld”

    Dazu muss ich sagen, dass ich nicht der Veranstalter bin, sondern die Veranstaltung auf dieser Seite ankündige. Veranstalter ist http://www.parkercom.de/.

  23. Simon

    Ich bin auch der Meinung, dass Musiker, deren “Kunst” den Tatbestand der Volksverhetzung droht zu erfüllen, auf deutschen Bühnen nichts verloren haben. Wenn sich ein Lesben- und Schwulenverband für ein Verbot einer möglicherweise volksverhetzenden Veranstaltung bemüht, dann trägt er sehr wohl einiges zur Rechtsstaatlichkeit bei.
    Dass dieser Verband schon wesentlich mehr positives für die deutsche Gesellschaft geleistet hat als beispielsweise irgendeine Form von Reggae- Musik halte ich für eindeutig.
    Ich denke, wenn Musiker merken, dass sie in einigen Ländern nicht auftreten dürfen wegen ihrer Texte wird ihnen das auch sehr wohl leid tun, denn ohne Konzerte weniger Plattenverkäufe und weniger Gagen.

    Zu Verfasser von Eintrag 17 möchte ich noch sagen, dass der Rundumschlag nicht sonderlich gut war: Du schreibst “Jamaikaner, Schwarzafrikaner im allgemeinen, sind sehr gläubige Menschen.”

    Wie kommst du denn darauf, Jamaikaner und Schwarzafrikaner in einen Topf zu werfen? Jamaikaner sind Menschen mit jamaikanischem Pass, egal welcher Ethnie sie angehören. Der fragwürdige Begriff “Schwarzafrikaner” bezeichnet meist Westafrikaner und/oder Einwohner des südlichen Afrikas. Die haben doch schon seit Jahrhunderten eigene Historien.

    Und du setzt ja noch einen drauf: “…sind sehr gläubige Menschen.” Was ist denn das für ein Spruch? Glaubst du echt, Schwarze seien gläubiger als Asiaten, Weiße oder Araber? Ich meine, du sprichst hier von ner knappen Milliarde Menschen. Hört man in dieser Verallgemeinerung Vorurteile heraus?

    Noch ein Kommentar zu Harry: wenn ein deutsches Publikum klatschen würde, nach dem in einem Text zu Gewalt gegen Schwule aufgerufen wurde, wäre dies doch fatal. Du hast recht, viele aus diesem Publikum haben sicher nichts gegen Schwule. Aber dann können sie doch nicht bei so einem Lied klatschen!! Und wenn sie die Texte schon nicht verstehen, muss man auf andere Weise dafür sorgen, dass euch Fans nicht ein solch peinlicher Fehler unterläuft, und ihr einen Hassprediger beklatscht und es gar nicht merkt!!

  24. Marc

    Alle Konzerte von “Bounty-Killer” in Deutschland sollten verboten werden. Denn alles was er singt ist in Deutschland Volksverhetzung. Und wenn er doch hier sowas singen darf dann soll wenigstens dafür gesorgt werden das, wenn er seine Hasslieder gegen Schwule singt, die Konzerte abgebrochen werden und er eingebuchtet wird wie sich das gehört.

    Boykott gegen Reggae – Boykott gegen Jamaika

    Sonst lernen die das nie!

  25. Philipp

    Ich kann die Entrüstung verstehen und finde auch gut,dass eine kritische Auseinandersetzung stattfindet,solange man sich mit beiden Seiten auseinandersetzt.

    Man kann Menschen verurteilen für Meinungen oder Handlungen die sie äußern oder begehen,aber eine richtige Auseinandersetzung findet nicht statt,wenn man nicht versucht die Hintergründe zu verstehen.
    Ich versuche nicht Homophobie gutzuheißen- klipp und klar VERURTEILE ich sie – aber genauso verurteile ich überschnelle,undurchdachte Kommentare,die nicht konstruktiv sind.
    Noch schlimmer sind allerdings diese,die gar nicht die andere Seite verstehen wollen und nur negative hetzen wollen.

    So z.B. von Simon(nr.23) der eindeutig beweißt,dass er keinerlei Ahnung von Reggaemusik hat und nur hinterhertröten möchte,was er aufgeschnappt hat.
    Wenn man die Musik nicht mag,dann ist das eine Sache,aber wenn man ohne jegliches Wissen – und offentsichtlich ohne Interesse sich weiter damit auseinanderzusetzen – dann ist das nicht konstruktiv und verärgernd.
    Ich spreche niemanden seine Meinung ab,aber ohne Grundlage sich über die komplette Reggaekultur zu setzen und in einem alles schlecht zu machen,empfinde ich als Beleidigung.

    1) Jamaikaner,genauer gesagt gläubige Rastafaris und viele Schwarze auf der gesamten Welt sehen sich als Nachkommen afrikanischer Sklaven.
    Zu Unrecht?
    Dieser Gedanke ist eine der,wenn nicht die wichtigste Stütze der gesamten Musik und Kultur.

    2) Ich versuchte zu sagen,dass Menschen die nichts haben und jeden Tag neu sehen müssen,den Tag zu überleben,die gläubigsten Menschen sind.
    Arme Menschen wenden sich an Gott,weil sie von allen anderen verlassen wurden.
    Die Ethnie ist vollkommen egal,aber wer arm ist,der sucht Halt und Schutz bei höheren Mächten.
    Ich habe zur Religion noch einiges mehr geschrieben,aber da du es beim ersten Mal so gekonnt überlesen hast,wird es dir auch beim zweiten Mal nicht weiterhelfen.

    3)Um nicht missverstanden zu werden eine letzte Ergänzung.
    Ich habe niemanden verteidigt und auch niemanden angegriffen,deswegen ist es leider vollkommen falsch von Rundumschlag zu sprechen.
    Weil für mich selbst homophobe Texte ein Problem sind,versuch(t)e ich zu verstehen woher diese negative,aggressive Haltung in der Musik kommt.
    Ich wünsche mir nur ein mehr Reflexion seitens der Verbände und allen Kritikern,da sonst kein Konsens gefunden werden kann.

    Ich begrüße die Gleichberechtigung von Homosexuellen in der Gesellschaft und dir persönlich mag die dt. Schwulen und Lesbenbewegung mehr positives gebracht haben,aber Millionen von Afrikanern und schwarze Menschen auf der gesamten Welt(also auch Afrikaner) haben durch Musiker wie Bob Marley eine Identität und Stimme in der Welt bekommen.
    Und für Millionen andere Menschen, die nicht die Hautf

  26. klaus & mirko

    zu 25-phillipp
    nein wir haben nichts gegen schwarze menschen auch nichts gegen die reggae- musik, warum auch? es ärgert uns auch die tatsache, dass viele menschen unter der armut leiden müssen und das in unser heutigen zeit! doch, auch die armen menschen sind im besitz eines hirnes und sollten es auch gebrauchen! es kann nicht sein das unter dem denkmantel der armut homophobie als “salonfähig” betrachtet werden soll! die regierung von jamaika sollte endlich gegen die hinterwäldlichkeit ihrer landesgenossen ankämpfen und gezielt durch aufklärung und verfolgung von schwulenmördern und liedtextern die zum morden aufrufen mit aller härte des gesetzes gegen diese leute vorgehen! leider wurden die meisten tötungen von schwulen in jamaika noch nicht einmal groß beachtet, auch nicht von der dortigen polizei! in diesem land tut aufklärung wirklich not! eine große mitschuld über diese lebensgefährlichen zustände für schwule in jamaika trägt auch der große einfluß der katholischen kirche! aufklärung und ein verbot von hassliedern und hasstexte zum aufruf zum morden muss endlich in jamaika einzug halten! damit leuten wie zB. Bounty Killer & Elephant Men das handwerk gelegt werden kann, hass zu verbreiten! da diese herren wohl nicht in der lage sind zu begreifen (oder es nicht wollen, was noch schlimmer ist!), dass homosexualität etwas ganz natürliches ist, so lange dürfen diese menschen keine möglichkeit finden in der öffentlichkeit zu stehen! der erste schritt auf dem weg zur bühne wäre den so genannten Reggae Compassion Act zu unterzeichnen, mit der androhung bei “vertragsbruch” mit empfindlichen strafen rechnen zu müssen!

  27. midget

    …duch die Blume wurde mir gesagt, Bounty hätte auch Burn Down Babylon gesungen…vielleicht ist er ein Terrorist?!

  28. klaus & mirko

    richtig!
    es wurde nun ein antrag gestellt um die einreise von bounty killer nach deutschland zu verbieten! wenn das klappen würde, wäre das ein großer erfolg! macht mit und setzt euch zur wehr gegen schwulenfeindlichkeit!

  29. midget

    mein Smilie…hinter Kommentar 27 wurde wohl gelöscht …

  30. Nico

    Lieber Admin.
    Den Aufruf zum Mord von Menschen mit der Begründung zu verteidigen und zu relativieren dass in zahlreichen anderen Liedern nicht dazu aufgerufen wurde ist unerträglich, und dass du die Tour dieses menschenverachtenden Sängers weiterhin in deinem Blog bewirbst macht dich ein großes Stück weit mitverantwortlich für Hass, Gewalt und Intoleranz.

    Mittlerweile wurde übrigens sowohl von dem Grünen-Politiker Volker Beck und dem LSVD Strafanzeige gegen Rodney Price gestellt und eine Verhinderung der Konzerte angestrebt.

    Zum Thema empfehle ich übrigens folgenden Song:
    http://youtube.com/watch?v=L_wrlcHb27w

  31. klaus & mirko

    erfolg! so eben hat queer gemeldet, dass der termin für das konzert in essen am 27. 03. 08 abgesagt wurde! das ist eine richtige entscheidung wie wir finden! nun muss nur noch berlin und münchen zur aufgabe der konzerte gebracht werden!

  32. admin

    @midget: der Smiley bricht aus der Grafik aus, daher habe ich ihn gelöscht.
    @nico: ich kann mich nicht entsinnen, einen Aufruf zum Mord verteidigt zu haben. Falls du dieses Zitat meinst:

    “Der Prozentsatz der Lieder, in denen Bounty Killer gegen Schwule hetzt, dürft ähnlich niedrig sein. Ihn deshalb mit einer Naziband zu vergleichen, scheint mir fraglich.”

    Das verteidigt keine Mordaufrufe, sondern stellt klar, dass der Mann auch einen Haufen anderer Inhalte zu bieten hat, die gern ignoriert werden. Ich billige die Homophobie auf Jamaika keinesfalls. Aber: ich kann guten Gewissens das Konzert eines wahnsinnig guten Künstlers ankündigen.

    Was ist das überhaupt für ein Erfolg, eine Konzertabsage erzwungen zu haben? Warum lädt niemand Bounty Killer an den deutschen Gesprächstisch? Wo hier doch schon so herrlich diskutiert wird.

  33. Nico

    @ Admin:
    Der Erfolg findet sich in der Gewissheit dass in kulturellen Einrichtungen hierzulande keine Plattform für menschenverachtende Propaganda geboten wird.

  34. user

    Jeder Schwule hat in Deutschland alle Freiheiten und kann tun und lassen was er will.
    MUss ich als Reggaefan jetzt aber ins Ausland fahren,weil ich Musik hören bzw. die Musiker live hören sehen möchte?
    Wie kann das denn für ein gegenseitiges Verständnis förderlich sein,wenn die Fans unter Konzertabsagen leiden müssen?
    Der Essenerveranstalter hat gesagt,dass es wunderlich sei,dass die LSVD mit der Presse, Politik und Sponsoren gesprochen hätte,aber nicht das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht hat.
    Kein Reggaehörer in Deutschland wird homophobe Einstellungen entwickleln,weil er ein Konzert besucht,aber diese Absagen und diese populistische Hetze die Schwulenverbände betreiben sorgt bei mir für immer größeren Unmut und Abneigung.
    Warum bezahle ich dafür,dass ihr euren Willen durchgesetzt bekommt,bei einer Sache die keinen Konzertbesucher beeinflusst?
    BUN DOWN BABYLON!!

  35. Bianca

    Was ist mit deutschen HIP HOP,warum kehrt ihr nicht mal zu Hause oder habt ihr Angst,dass ihr euch damit zu unpopulär machen würdet??

  36. admin

    …und damit bleibt dann auch eine wünschenswerte Diskussion aus. Was ich nicht ganz verstehe: Ich habe die Konzerte hier Anfang Februar angekündigt. Die ersten Proteste wurde einen Monat später laut! Was soll das? Es hätte wohl genug Zeit gegeben, sich mit Bounty Killer zu einigen, dass er bestimmte Titel nicht bringt. Selbstverständlich muss man sich gegen die Verhetzungen wehren, aber dafür gibt es nicht nur den Weg der Abschottung.

  37. Nico

    Wie du siehst finden, entgegen deiner Behauptung, GERADE WEGEN der Konzertabsage zahlreiche wichtige Diskussionen zum Thema und Auseinandersetzugen mit der Problematik statt.

    Der Sänger selber hatte mehrfach die Möglichkeit sich von seiner menschenverachtenden Haltung zu distanzieren und dies nicht getan und so lange dies nicht geschieht ist jegliche weitere Verhandlung mit dieser Person absolut indiskutabel.

    Die späte Erklingen der Proteststimmen ist bedauerlich, doch hätten entsprechende Einrichtungen eher davon mitbekommen wäre die auch wesentlich früher geschehen.

  38. Michael

    Hey!
    Hab gehört, das Konzert findet doch statt!!
    Wurde in die Weststadthalle verlegt!

  39. Solid*Rock Music

    Für das Konzert in Essen gibt es eine neue Location!!!

    27.03.2008
    WESTSTADTHALLE ESSEN
    Preis: der gleiche
    Zeiten: die gleichen

  40. laura Hylton

    was wollt ihr alle eigentlich?? kann mich nicht erinnern das capleton oder buju bunton zum beispiel…ein visum verweigert wurde…auf grund deren texte….bounty ist für euch nur eine figur um eure verbitterung deutlich zu machen und auszulassen…ich finde diese diskussion lächerlich und bin gleichzeitug verärgert. ausserdem macht euer “schaues” getexte die welt auch nicht besser.seht es doch einfach ein,dass nicht jeder eurer meinung ist!!! es ändert nichts,wenn ihr einfach dieser person die gelegenheit verweigert sich in deutschland zu repräsentieren….dann fliegt man halt nach jamaica um bounty live zu sehen..aber in den “schlecht-denkenden” köpfen verstärken sich (nach solchen Diskussionen und aktionen) die meinungen um so mehr..
    ps.kann mir nicht vorstellen,dass ihr alle patois versteht…genau da liegt nämlich das grundproblem…viele lyrics werden auf grund mangelnder sprachkenntisse falsch verstanden oder aufgefasst..zeen…ihr habt doch einfach keinen plan..
    bun di wicked babylon!!!!

  41. Moi

    Zu der Aussage, dass Schwule und Lesben sich doch bitte erstmal über den deutschsprachigen HipHop aufregen sollten, der ab und an eben gleiches wie dieser Bounty tut möchte ich nur kurz in den Raum werfen, dass es erst kürzlich einen Rapper gab (Ich glaube er hieß G-Hot oder hatte einen ähnlich hohlen Namen), der öffentlich in einem seiner Texte zu Gewalt gegen Homosexuelle aufrief. Wenige Tage später war er arbeitslos. Wieso also,sollte man es einem ausländischen KÜnstler also gestatten seine Hasstiraden in diesem Land zu präsentieren?

  42. Fabian3004

    Wie man es dreht oder wendet: Auftritte von Rodney Price in Deutschland müssen verhindert werden.

    Aufrufe zu Mord an Minderheiten sind völlig inakzeptabel, da gibt es gar nichts zu relativieren!

    Um die Empörung der deutschen Schwulen und Lesben zu verstehen, muss man sich einfach einmal klar machen, wie die Reaktionen in der Öffentlichkeit wären, wenn jemand im Rahmen eines Konzertes dazu auffordern würde, Juden oder Muslime oder Rothaarige zu verbrennen.

    Auf der Website des Veranstalters parkercom.de lese ich über Rodney Price: “will not use any violent vocals on stage” und “no anti homophobe lyrics” (ich hoffe, ich darf das jetzt nicht als “keine anti-homophoben Texte” verstehen). Es wundert mich nicht, dass das ausdrücklich erwähnt werden muss!

    Homophobe Künstler (auch deutsche) haben übrigens dazu beigetragen, dass Reggae, Dancehall, HipHop … von schwulen und lesbischen DJs leider meist gar nicht mehr gespielt werden!

  43. Prosecco82

    Es ist schon peinlich das Musiker die solche Texte singen, wo zum Mord an Schwule und Lesben und anderen Minderheiten aufgerufen wird, überhaupt in Deutschland auftreten dürfen. Ich werde alles in meinem Kurzem leben versuchen solche Menschen aus Deutschland rauszuhalten die solche Meinungen vertreten, nicht umsonst bin ich politisch aktiv. Jeder Veranstalter der solchen Personen eine Plattform gibt, macht sich mit schuldig, und darf sich nicht wundern das er in die Rechte ecke gedrückt wird. England hat dem Musiker die Einreise verboten, warum bekommt unsere Regierung so was nicht hin?.

  44. Jürgen

    zu: user schrieb am 19. März 2008 um 15:54 Uhr:

    Natürlich hat der LSVD das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht, aber auch die Linke über die LAG queer-nrw haben Gespräche geführt. Da aber der Veranstalter keine Einsicht gezeigt hat hat man weitere Schritte in Erwägung gezogen. Musikern mit so einer Einstellung darf man in Deutschland keine Plattform geben. Ich würde ein Einreiseverbot begrüssen.

  45. giu

    hallo bin schwul, ist auch gut so. Ich mag auch diese Musik aber ohne aufruf zu Schwulen Mord. es ist traurig das es solche Künstler gibt. Finde es gut das die auftritte abgesagt würden. Vor allem ist es auch schwer für die familien, und Kinder die schwulen Vater haben. Lasst so etwas sein, und schaft mehr Toleranz.

  46. klaus & mirko

    die verantwortlichen der weststadthalle haben richtig entschieden! keine bühne für hasssänger in deutschland! nun müssen nur noch berlin und münchen aufwachen!

  47. Jonny

    Ich habe gerade eine Mail erhalten, demnach Volker Beck dafür sorgen will, dass Bounty Killer die Einreise nach Deutschland verweigert wird; dies muß er jedenfalls dem Lesben- u. Schwulenverband (LSVD) zugesichert haben.
    Ich denke, die Mehrzahl der Konzertbesucher will sich nur am Rhythmus dieser Musik erfreuen, den wenigsten ist sicherlich bewußt, daß in einigen Texten von Erschießung und Ausrottung der Homosexuellen die Rede ist.
    Aber nur weil die Hatz gegen eine Minderheit (hier also die Schwulen),nicht so deutlich herauszuhören ist, wie z.B. die Parolen einer Naziband, darf sie nicht toleriert werden.
    Die Verantwortlichen müßten den Stars vorher klipp und klar sagen, daß bestimmte Songs (bzw. Textpassagen) in Deutschland (bzw. Europa) nicht gespielt werden dürfen und nur unter diesen Vorraussetzungen dürften sie auftreten. Sollten sich die Stars nicht daran halten, müßten sie sofort von der Bühne geholt werden. Ähnliches müßte für den Verkauf von Tonträgern gelten.
    Diese Stars werden sich dann früher oder später mit Sicherheit überlegen, ob sie ihre Gesinnung beibehalten wollen.

  48. dani

    konzert war sau geil

  49. andré

    Hurra-Bounty Killer Konzert in Berlin wurde abgesagt!!!!

  50. Tim

    Buju wurde mal in Berlin abgesagt und gleichzeitig wurde auf einem Dance Boom Bye Bye gespielt und hat mehrere Rewinds bekommen und die Barfuß Mädchen haben dazu Bob Marleys ewige Liebe gespürt. Und ich glaube, dass die wenigsten wissen, was sie singen, wenn sie zu T.O.K “mek wi bun dem” einstimmen. Und No Woman No Cry ist natürlich gegen Frauen…

    Die Leute können singen, was sie wollen, wenn das Publikum kein Englisch kann…

  51. Jahflame

    Hört genauer hin! Feuer auf die Schwulen
    bedeutet dasselbe Feuer, was auch auf Schulen, Kinder, Politiker,
    die Welt, eben alles geworfen wird. Worum dreht es sich bei dem Feuer?

    Beim Feuer handelt es sich methaphorisch gesehen
    um das Element der Reinigung, aka der Liebe.
    Ja es ist Liebe wovon in Dancehall-Texten gesprochen
    wird, wenn es um Feuer geht, genauso wie beim Reggae.

    Das Feuer entspringt der Mitte der Brust, dem psychischen
    Herz. Kinder lasst euer Feuer brennen und
    schickt es überall hin.

    Seht euch an wie ihr hier rumtanz, was für nen Zweck
    erfüllt ihr damit noch? Bitte spielt woanders und lasst
    uns gute Musik hören.

  52. Bom bye bye...susan is for paul, susan is not for ann...

    warum regt Ihr euch denn so auf?Es ist nunmal nicht angenehm von männern angebaggert zu werden.
    ausserdem müsst IHr euch das ja nicht anhören.
    mit eurem protest bekämpft Ihr bestimmt nicht die Ursache der Musik. Wenn Ihr auf die anti-batty texte achtet, dann müsst Ihr auch die Bless God texte ernst nehmen und zu gott beten

  53. Daniel

    Jeder Schwule hat in Deutschland alle Freiheiten und kann tun und lassen was er will.
    MUss ich als Reggaefan jetzt aber ins Ausland fahren,weil ich Musik hören bzw. die Musiker live hören sehen möchte?
    Wie kann das denn für ein gegenseitiges Verständnis förderlich sein,wenn die Fans unter Konzertabsagen leiden müssen?
    Der Essenerveranstalter hat gesagt,dass es wunderlich sei,dass die LSVD mit der Presse, Politik und Sponsoren gesprochen hätte,aber nicht das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht hat.
    Kein Reggaehörer in Deutschland wird homophobe Einstellungen entwickleln,weil er ein Konzert besucht,aber diese Absagen und diese populistische Hetze die Schwulenverbände betreiben sorgt bei mir für immer größeren Unmut und Abneigung.
    Warum bezahle ich dafür,dass ihr euren Willen durchgesetzt bekommt,bei einer Sache die keinen Konzertbesucher beeinflusst?
    BUN DOWN BABYLON!!

  54. dani

    hallo,

    also was hier zum teil argumentiert wird ist ja grauen voll. Wenn hier manchen behaupten No women No cry wäre ein Frauenfeindlicher song…dann höhrt es hier spätestens auf…und deren Meinung –> Bun Dem…jop…No Women Nuh Cry ist die richitge Schreibweise..und dass bedeutet Nein, Frau! Weine nicht!…und wer keine Ahnung hat der gehöhrt hier rausgeschmissen…..kein Artist aus Jamaika der zum einem Liebe, Untiy und Peace und aber auch gegen schwule predigt…würde jemals Homos umbringn.
    Wir akteptieren die Homos also akzeptiert auch uns!..Basta!!

Schreib deine Meinung

Copyright © 2007 - 2010 House of Reggae
Seiten: Reggae News | About | Archiv | Impressum | RSS
Kategorien: Konzert | Release | Review | Interview | Video | Lesen | News Mix
Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign - Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de