Natty Dread: Reggae Magazine outtah Frankreich
Tags:frankreich, magazin, reggae
Im Februar 2004 machte ich mich auf zu einem Auslandssemester nach Frankreich. Das deutsche Reggae-Magazin „Riddim“ gab es dort natürlich an keinem Kiosk. Um mich im Studentenwohnheim auf dem Laufenden zu halten, musste also eine andere Zeitschrift her. Die „Natty Dread“, benannt nach dem ersten Album von Bob Marley & The Wailers, kam da gerade recht. Das Konzept des Musikmagazins orientiert sich an der Namensgebung: Konsequent Foundation, Roots und Reggae.
Im Juni 2000 erschien die erste professionelle Ausgabe der „Natty Dread“ in Frankreich, mit einer fünfjährigen Vorgeschichte als Fanzine. Inhaltlich dreht sich alles um Reggae, von den Anfangsjahren bis heute; Rauhe Dancehall-Aktivisten werden fast vollständig ausgeblendet. Neben Features über Dennis Brown, The Gladiators und anderen Veteranen, finden auch aktuelle Artists wie Sizzla, Jah Cure und Capleton ihren Platz. In der Rubrik „Single Mania“ wird auf zwei Seiten eine eher kleine Auswahl 7-Inch-Scheiben besprochen, für die LPs nehmen sich die Franzosen unter „Chroniques“ wesentlich mehr Platz.
Als Beilage gibt es zu jeder Ausgabe eine ca. 10 Tracks starke CD. Das schöne daran ist, dass es unter „Natty Dread Selection“ auf zwei Seiten zu jedem enthaltenen Titel eine kleine Geschichte gibt. In unregelmäßigen Abständen erscheinen zudem Sonderausgaben, die „Natty Dread Hors Serie“.
Natty Dread im Überblick
- Format: ca. 31 x 21,7 cm
- Seiten: 62 (Stand 2004)
- Erscheinungsweise: alle drei Monate
- Preis: 6,70 Euros (in Frankreich/ Stand 2007)
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