Homophobie: Podiumsdiskussion in Berlin

Kulturbrauerei Berlin / Foto: TLG IMMOBILIENAm 23. Februar 2010 findet in Berlin eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Gegen Homophobie in der Kunst! Aber wie?“ statt. Im Maschinenhaus der Berliner Kulturbrauerei wird es wohl vor allem darum gehen, wie zukünftig mit schwulenfeindlichen Reggae-Artists umgegangen werden soll.

Ende letzten Jahres gab es viel Aufregung, als Reggae-Star Sizzla durch Deutschland touren wollte. Plötzlich stand sein Name in allen Zeitungen, Menschen demonstrierten in einigen Städten, in denen Sizzla auftreten sollte, Konzerte wurden abgesagt. Warum? Weil Sizzla, wie einige andere Reggae-Artists, schwulenfeindliche Songs in seinem Repertoire hat und in Interviews sehr offen seine Meinung sagt.

Klar ist, dass die Prozedur „Konzertankündigung, Proteste, Konzertabsage“ keine dauerhafte Lösung sein kann – nicht für den LSVD, nicht für die Veranstalter, nicht für die Reggae-Artists und schon gar nicht für die Fans.

Aber was kann man tun, damit alle wieder beruhigt schlafen beziehungsweise feiern können? Dazu gibt es am Dienstag, den 23. Februar 2010 um 20 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion im Maschinenhaus der Kulturbrauerein Berlin. Zu den Gästen gehören Volker Beck (MdB), Klaus Jetz (LSVD), Klaus Maack (Contour Music) und angeblich soll auch die jamaikanische Musikgewerkschaft vertreten sein.

Offizielle Ankündigung

„Gegen Homophobie in der Kunst! Aber wie? Eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern von Politik, schwul-lesbischen Verbänden, Künstlermanagement, Vertretern der jamaikanischen Musikgewerkschaft und Veranstaltern

Auf Einladung des Kesselhauses diskutieren Vertretern von Politik, schwul-lesbischen Verbänden, Künstlermanagement, Veranstalter und Vertretern der jamaikanischen Musikgewerkschaft im Maschinenhaus über nachhaltige Maßnahmen gegen Homophobie in der Kunst.

Ziel ist es, Strategien im Umgang mit kontroversen Künstlern zwischen Verbot und Dialog zu entwickeln. Nach Absage des Konzertes von Sizzla am 26.11.2009 und dem vorangegangenen Verhandlungsprozessen ist deutlich geworden, dass eine große Notwendigkeit für neue, konkrete Schritte besteht, da die bis dato getroffenen Maßnahmen (wie Reggae Compassionate Act) in der Öffentlichkeit keine Akzeptanz finden.

Mit der Organisation der Podiumsdiskussion setzen alle beteiligten Akteure ein wichtiges Zeichen zur Fortsetzung des Dialogs.

Teilnehmer: Volker Beck (MdB, Grüne), Klaus Jetz (LSVD), Klaus Maack (Contour Music), Vertreter der jamaikanischen Musikgewerkschaft

Moderation: Andreas Freudenberg (ehemaliger Geschäftsführer der Werkstatt der Kulturen)“ (www.kesselhaus-berlin.de)

Update

Leider habe ich es nicht zur Podiumsdiskussion geschafft. Daher kann ich nur auf andere Seiten verweisen.

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