Rebel Salute 2008: Reggae-Stars im Schnelldurchlauf
Tags:capleton, jah cure, jamaika, luciano, lutan fyah, rebel salute, tony rebel
Am vergangenen Wochenende feierte Tony Rebel zusammen mit der ersten Garde des Roots Reggae (mehr Infos) und rund 10.000 Fans seinen Geburtstag. Ganze zwölf Stunden dauerte die 15. Ausgabe von Rebel Salute im Port Kaiser’s Sport Club / St. Elizabeth auf Jamaika. Recht einheitlich schreiben die großen Zeitungen der Insel, Jamaica Gleaner und The Jamaica Observer, von einem gelungen Konzert auf höchstem Niveau – mit zu vielen Musikern.
Den Anfang machte der 80er Jahre Dancehall-Veteran Leroy Gibbons, der unter anderem mit seinem Hit „Magic Moment“ das Publikum zum Kochen brachte. Danach gaben sich die Stars die Klinke respektive das Mikrofon in die Hand. Einen sehr guten Eindruck hinterließen dabei die Reggae-Ladys E’tana und Queen Ifrika. Der Sänger Ini Kamoze hingegen schien laut Observer etwas eingerostet, sein Hit „World a Reggae“ konnte die Massen dennoch begeistern.
Überzeugende Auftritte legte auch die One Drop Garde um Richie Spice, Tarrus Riley und Lutan Fyah hin. Letzterer fegte nach Angaben des Observers wie ein Besessener über die Bühne und schoss gegen Homosexuelle und Oralsex – gern bediente Themen unter der rot, gold, grünen Flagge. Positivere Vibes versprühte er mit „Save The Juvenile” und “Rasta Still Deh Bout”. Der Sänger I Wayne
brachte den größten Teil seiner Bühnenzeit hinter sich, indem er über Rastafari philosophierte; von seinen Monster-Tunes „Book Of Life“ und „Living In Love“ ließ er nur ein paar Töne hören.
Mit dem anbrechenden Morgen stürmte Capleton im Schein eines Feuerwerks und brennender Fackeln auf die Bühne, unter anderem mit dem Dauerbrenner „Jah Jah City“ im Gepäck. Ihm folgte Busy Signal, einer der wenigen wirklichen Dancehall-Artists bei Rebel Salute, der ebenfalls eine gute Show ablieferte.
Ein Meer von wehenden Fahnen empfing Jah Cure (Foto: www.jahcure.com) kurz nach 8 Uhr am Morgen, der mit „Longing For“ und „Sticky Sticky“ auch nach elf Stunden die Menge noch zum Mitsingen animierte. Nur noch ein paar hundert Hartgesottene hörten die Botschaften des Messenjahs Luciano, der mit seinem Auftritt das 15. Rebel Salute beendete.
Einzige negativ merkt der Observer an, dass zu viele Artists für das Festival gebucht waren, die ihr Programm entsprechend kurz halten mussten. Zudem musste ein Fan ins Krankenhaus gebracht werden, der sich nach Jah Cures Auftritt zu dem Sänger durchschlagen wollte, aber an dessen Entourage hängen blieb.
Mehr Infos: Jamaica Gleaner, der Artikel des Jamaica Observer ist derzeit nicht erreichbar (Stand: 15.1.2008)
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