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Shabba Ranks beim Amsterdam Reggae Festival

Amsterdam Reggae Festival mit Shabba RanksShabba Ranks ist zurück! Am 31. Oktober 2009 trat die Dancehall-Ikone beim Amsterdam Reggae Festival auf. Vorab wurde in vielen Foren diskutiert: Kommt er, kommt er nicht? Shabba Ranks kam und viele haben darüber fast vergessen, dass auch Stars wie Richie Stephens, Jah Cure und Duane Stephenson in der Heiniken Music Hall aufgetreten sind.



17 Uhr Einlass, 18 Uhr Beginn. Alles klar, also 19 Uhr da sein. In Berlin funktioniert das, in Amsterdam hingegen wird besser geplant. Deshalb verpasse ich leider den Lokal-Matador Maikel X. Als ich die Heiniken Music Hall betrete, springt gerade ein Dreadlock auf der Bühne herum und zieht auf einem harten Dancehall-Riddim über „Batty Boys“ her. Nach fünf Minuten ist er wieder weg. Die Halle ist gut gefüllt. Vor der Bühne ist viel Platz zum Stehen und Tanzen. Dahinter bauen sich zwei Etagen Sitzplätze auf.

Motivations-Trainer Serani

Dancehall-Artist Serani schnappt sich als nächster das Mikrofon und lässt sich von einem DJ mit Riddims bedienen. „It’s, it’s, it’s Serani. Just in case you never know“. Er spricht viel über Geld, fast wie ein Motivations-Trainer. Später witzelt er mit den Damen herum und „beschwert“ sich bei einer, dass sie ihm nicht ständig auf den Penis starren solle. Gute Unterhaltung, seine Platten kaufe ich trotzdem nicht.

Serani in Aktion

In der Umbaupause bleibt ein bisschen Zeit, um sich umzuschauen. Das Festival ist inzwischen ausverkauft, über 5.000 Leute füllen die Heiniken Music Hall: coole Typen mit gepflegten Dreadlocks und HipHop-Outfit, schöne Frauen mit hautengen Kleidern und sieben Zentimeter hohen Pfennigabsätzen, Rastas mit rot, gelb, grünen Schals und Mützen. Es geht viel ums Sehen und gesehen werden.

Richie Spice bewegt die Massive

Im großen Saal kündigt eine Background-Sängerin den nahenden Richie Spice an. Wenig später entert er mit schwarzem Turban und Sakko die Bühne. Statt Feuerzeugen leuchten die Displays von Handys und Digitalkameras – auch von meiner. Richie Spice macht mit einer Live-Band eine sehr gute Show. Hits wie „Earth A Run Red“, „Gideon Boot“ und „Youths Dem Cold“ bewegen auch die eher träge Amsterdam-Massive.

Richie Spice – Youth Dem Cold

Duane Stephenson und Jah Cure

Richtig beeindruckt bin ich von Duane Stephenson. Der Mann kann richtig schön singen. Sein Album „From August Town“ habe ich leider noch nicht gehört, deshalb kenne ich keinen einzige Tune. Zumindest erkenne ich die Anfänge von Black Uhuru’s Tune „Sinsemilla“. Ein wenige Recherche ergibt, dass Duane Stephenson „Marijauna“ gesungen hat. Einzig nervig an seinem Auftritt ist eine elektrische Geige, die gemein schneidend klingt in den sonst eher tiefen, ruhigen Tönen.

Duane Stephenson – Marijuana

Der Hunger treibt mich ins Foyer, bei meiner Rückkehr singt sich Jah Cure bereits in die Herzen der Frauen. Auch er macht eine gute Show, als Artist interessiert mich Jah Cure trotzdem nicht viel mehr als vorher.

Jah Cure in Amsterdam

Shabba Ranks im Haus

Kurz vor halb eins muss es ungefähr sein, als die Heiniken Music Hall verdunkelt wird. Holt alles raus, was leuchtet, ruft eine Stimme, jetzt werde Geschichte gemacht. Doch scheinbar haut etwas nicht hin, der DJ überbrückt die Wartezeit mit weiteren Songs. Wieder geht das Licht aus, die Band stimmt einen Riddim an und da ertönt das erste „SHABBA!“.

Die Band spielt jenen Titel aus „2001: Odyssee im Weltraum“, wenn die Urmenschen den schwarzen Monolithen entdecken. Langsam geht das Licht auf der Bühne an, Jamaika-Fahnen schwingen im grünen Scheinwerferlicht. Wieder Filmmusik, anschließend ein paar Riddims, auf denen Shabba Ranks Hits hatte. Fast vier Minuten dauert die Eröffnung, dann springt Shabba ins Rampenlicht.

Shabba Ranks marschiert ein

Seine Stimme ist fast so wuchtig wie seine Bewegungen, die meist expliziter Art sind. Shabba Ranks schwingt seine Hüften so heftig, dass er oft nach zwei drei Schwingern stoppt, auf der Bühne herumtigert und die Reaktion der Fans genießt. Ein großer Dancehall-Star ist zurück.

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3 Reaktionen zu “Shabba Ranks beim Amsterdam Reggae Festival”

  1. max

    danke für den bericht! klasse!

  2. Bjoern

    Das Konzert war der absolute Hammer….never seen before,…
    Vorallem konnte ich Shabba nach dem Konzert im Hotel treffen!
    Klasse Bericht

    Blessings

  3. andi

    toller Bericht,
    komisch das ich mich nicht erinnern kann von dem Festival je gehört zu haben.
    A-dam ist immer ne Reise wert, aber somit hab ich next gleich drei Gründe.
    Danke!
    gruss andi

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