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Aldubb – Dub Files 04: EP Review

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Aldubb Dub Files 04Seit „Free Sensimilla Now“ verfolge ich recht aufmerksam, was Aldubb in seinem Studio zusammenschraubt. Vor kurzem hat der Berliner seine „Dub Files“-Serie um eine Akte erweitert. Die EP „Dub Files 04“ ist prall gefüllt mit dicken Bässen, ewigen Echos und den Stimmen von Jah Seal, Kaya T und Ras Perez.

Da ist sie wieder, die dicke Dubstep-Kröte, die mich schon auf Aldubbs „Free Sensimilla Now“-EP umgehauen hat. Gut, für eine Kröte quaken die Bässe im Opener „Ride Da Riddim“ ziemlich schnell. Vielleicht hat der Lurch zu viel Kaffee bekommen und nun rast ihm das Herz? Den tiefen Bässen setzt Aldubb klare Bläser, Gitarren und Keys entgegen, die gelegentlich aufblitzen und im Echo wieder verschwinden.

Der Sänger Jah Seal fühlt sich auf diesem Instrumental hörbar wohl. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es sich hier um einen Remix seines Songs „Ride Da Riddim By Day“ handelt, im Original zu hören auf dem Album „Itiopia“.

Von der gesprochenen Einleitung zum „Far Out Dub“ verstehe ich leider kaum etwas. Zu viele Sounds wabern im Raum herum, allen voran der Dubstep-Bass. Das einprägsamste Element aber ist eine Dancefloor-Melodie aus dem Synthesizer, die als eine Art Refrain regelmäßig auftaucht.

Aldubb Dub Files 04 Cover
Aldubb Dub Files 04 Cover

Mit Meeresrauschen begrüßt dich die zweite Seite der EP. „Mother Earth“ heißt der Tune, der zunächst klingt wie eine Entspannungsplatte aus dem Esoterik-Laden. Nach 30 Sekunden beendet ein dezenter Bass diesen Eindruck und Sängerin Kaya-T beginnt ihre Ode an Mutter Erde. Kaya-Ts meditative Stimme fügt sich bestens ein in das Dub-Instrumental.

Auch Ras Perez kümmert sich um die Erde, jedoch weniger verträumt. „Green Up The Planet” fordert er in „Poppy Hop”. Und wenn ein Rasta die Erde grün machen will, dann gehört dazu neben Gemüse und Obst natürlich Rauchkraut. Ist der Planet erst einmal begrünt, lässt es sich wunderbar vom Tauschhandel leben: Kartoffeln gegen Wasserbrotwurzel (dasheen) zum Beispiel.

Ein beschwingter Dub-/Roots-Riddim trägt Ras Perez’ Botschaft. Wenn du Reggae-Hörer bist, ist „Poppy Hop“ sicherlich der Tune, mit dem du dich am schnellsten anfreunden wirst. Alle anderen brauchen ein bisschen Zeit.

Tracklist: Aldubb – Dub Files 04

  • A1: Ride Da Riddim RMX (feat. Jah Seal)
  • A2: Far Out Dub
  • B1: Mother Earth (feat. Kaya T)
  • B1: Poppy Hop (feat. Ras Perez)

Im Plattenladen

Die EP “DubFiles.04” von Aldubb ist bereits bei One Drop Music erschienen.

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